Diesel-Skandal: Land NRW prüft Schadenersatz-Ansprüche

Wegen des Diesel-Skandals prüft Nordrhein-Westfalen Schadenersatzansprüche gegen Autohersteller für Tausende landeseigene Autos. In einer Vorprüfung müsse zuerst bewertet werden, wie hoch der entstandene Schaden beim Markt- und Gebrauchtwert der Diesel-Fahrzeuge ist, teilte ein Sprecher des Justizministeriums am Montag mit. Wann das Land über eine mögliche Klage entscheidet, sei noch nicht absehbar. Die „Rheinische Post“ (Montag) hatte über die Pläne des Landes berichtet.

17.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Diesel-Skandal: Land NRW prüft Schadenersatz-Ansprüche

Die Autobahn 40 in Essen. Foto: Marcel Kusch/Archiv

„Das Land Nordrhein-Westfalen betreibt mehrere Tausend Diesel-Fahrzeuge, unter anderem im Fuhrpark der Polizei. Deshalb werden wir prüfen müssen, ob das Land Schadenersatzansprüche gegen die Hersteller derjenigen Diesel-Fahrzeuge geltend machen muss, die im Eigentum des Landes sind“, sagte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) der Zeitung. Die Debatte um manipulierte Diesel-Fahrzeuge und mögliche Fahrverbote habe den Marktwert von gebrauchten Dieselfahrzeugen geschädigt, heißt es weiter.

Am vergangenen Wochenende hatte auch Baden-Württembergs Landesregierung angekündigt, bis zum Jahresende eine Klage gegen Volkswagen einreichen. Die Erfolgsaussichten vor Gericht werden in der Regierung als hoch eingeschätzt.

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