Die immer länger werdende Geschichte der Süd-Spange

Chronik

Kamen

, 22.11.2018, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

1982: Die Stadt Kamen plant eine Verbindungsstraße zwischen der K40 (Westicker Straße) und der L663 (Dortmunder Allee). Sie soll in Südkamen die Bahnstrecke Dortmund-Hamm kreuzen.

1985: Am 10. Dezember 1985 stimmt der Kreistag dem Bau der Straße und der späteren Baulast als Kreisstraße zu. Im selben Jahr leitet die Bahn das Planfeststellungsverfahren ein.

1993: Am 10. Dezember fällt der Planfeststellungsbeschluss. Der Bund lehnt kurz darauf die Kreuzungsvereinbarung wegen zu hoher Kosten für den Bund ab.

1994: Erste Klagen von Anwohnern gegen den Planfeststellungsbeschluss.

1999: Abschluss des Verwaltungsstreitverfahrens mit einem Vergleich. Direkte Anwohner sollen passiven Lärmschutz erhalten.

2000: Aufnahme neuer Abstimmungsgespräche zwischen Bahn, dem Kreis Unna und der Stadt Kamen.

2004: Entwurf einer neuen Kreuzungsvereinbarung.

2006: Einreichung der abgeschlossenen Kreuzungsvereinbarung zwischen der DB Netz AG, dem Kreis Unna und der Stadt Kamen zur Prüfung beim Eisenbahnbundesamt und Bundesverkehrsministerium.

2007: Zustimmung des Eisenbahnbundesamts zur Kreuzungsvereinbarung.

2008: Förderzusage durch die Bezirksregierung Arnsberg und Vorbereitung für die Ausführungsplanung für den Straßenbau durch den Kreis.

2008 - 2010: Der Brückenbau der Bahn verschiebt sich mehrfach. Damit verschiebt sich auch der geplante Straßenbau.

2011: Ein weiterer Termin für den Brückenbau verstreicht.

2012: Die Bahn bemängelt fehlende Grundstücksflächen für die Baustelleneinrichtung. Am 3. Mai folgt ein Schreiben mit der Ankündigung, die Bauarbeiten aufgrund fehlender Baustelleneinrichtungsflächen auf 2014/2015 aufzuschieben.

2013, Februar: Die Bahn teilt mit, dass sie die Sperrpausen festgelegt hat, aus denen erkennbar wird, wann das Brückenbauwerk errichtet wird: Baubeginn ist für November 2013 vorgesehen, im November 2015 will die Bahn fertig sein, danach will der Kreis mit dem Straßenbau beginnen.

2013, Mai: Buschweg-Anwohner leiten juristische Schritte gegen den Bau der Spange ein.

2013, November: Der Kreis Unna legt eine Verkehrsprognoserechnung für die Südkamener Spange vor. Ergebnis: Die Dortmunder Allee wird mehr belastet.

2014, Juni: Das Oberverwaltungsgericht Münster weist die Klage der Buschweg-Anwohner ab. Ein neuer Zeitplan sieht einen Baustart ab Frühjahr 2015 vor.

2015, Juli: Die Planungen müssen noch einmal überarbeitet werden. Durch eine veränderte Bauweise erhöht sich die Kostenprognose deutlich. Die Gesamtkosten steigen von 13 auf 20 Millionen, der Anteil des Kreises erhöht sich um 1,5 Mio. auf 4 Mio. Euro.

2016: Wegen der Neuplanung kann die beantragte Sperrpause nicht genutzt werden.

2017, Januar: Das Eisenbahnbundesamt gibt grünes Licht für die neue Kostenberechnung.

2017, März: Auch die Bezirksregierung Arnsberg genehmigt den „Nachtragshaushalt“

2017, April: Das Land NRW stimmt ebenso zu.

2017, Mai: Das Bundesverkehrsministerium verlangt weitere Unterlagen.

2018: Die Bahn beantragt neue Sperrpausen – für 2020.

2019: Bahn und Kreis Unna arbeiten an einer neuen Kostenschätzung für das Bundesverkehrsministerium.

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