Die große Frage: Gehört Werne zum Münsterland oder zum Ruhrgebiet? Was meinen Sie?

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Das Museum will das Obergeschoss umgestalten. Die Frage der Identität soll demnächst im Vordergrund stehen. Gehört Werne zum Münsterland oder zum Ruhrgebiet? Das ist hier die Frage.

Werne

, 19.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die große Frage: Gehört Werne zum Münsterland oder zum Ruhrgebiet? Was meinen Sie?

Für viele gilt die Lippe heute noch als Grenze, die Werne eindeutig dem Münsterland zuordnet. Aber ist diese Auffassung noch aktuell? © Heidi Tripp (A)

Mit einer Finanzspritze von 140.000 Euro, zu 90 Prozent finanziert vom Land NRW, will das Stadtmuseum in den nächsten drei Jahren das 1. Obergeschoss völlig umgestalten. Dort finden sich momentan puppenhaus-artige, historische Artefakte, die Werne eindeutig als münsterländische Landgemeinde klassifizieren. Aber gilt das heute noch? Ist Werne nicht spätestens seit der Hoch-Zeit des Bergbaus (auch) Teil des Ruhrgebietes?

Diese Fragestellung, die durch die Umgestaltungspläne des Stadtmuseums im Raum steht, wird in den sozialen Netzwerken fleißig diskutiert. Das Museum scheint mit den Umbauplänen einen Nerv der Werner getroffen zu haben.

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Sind wir in Werne Münsterländer oder Ruhrgebietler?

Das Stadtmuseum Werne will sich demnächst dem Thema Identität der Stadt widmen. Es stellt sich die Frage: Sind wir Münsterländer oder Ruhrgebietler?
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Anika Hilsmann etwa schreibt im sozialen Netzwerk Facebook: „Es kommt drauf an, wo man in Werne aufgewachsen ist. Ich bin in der Evenkamp-Kolonie aufgewachsen, also zähle ich mich zum Pott. Der Gatte ist in Holthausen aufgewachsen, der zählt sich zum Münsterland.“

Susanne Berlemann meint dagegen eindeutig: „Werne gehört zum Pott.

Hatte schließlich mal ein Bergwerk.“ Und Michael Szopieray argumentiert: „Die geographische Grenze ist die Lippe. Geht man nach Verwaltungsansicht, gehören wir zu Arnsberg und somit zum Ruhrgebiet. Ich persönlich finde die lippische Grenze besser.“ Andere User verorten Werne eindeutig zum Münsterland.

„Die Lippe ist die Grenze, Rünthe ist Ruhrgebiet, Werne Münsterland“

Das sieht auch Ralf Schleweis so: „Die Lippe ist die Grenze, somit ist Rünthe Ruhrgebiet und Werne Münsterland. Schwupps ist der Sachverhalt geklärt und das ganz ohne Geld. So, weiter zum nächsten Punkt.“

So klar ist das für den ersten Bürger der Stadt nicht. Lothar Christ spricht zwar von einer „Grundprägung münsterländer Art“, die man heute noch deutlich spüre. Aber Werne sei mittlerweile auch ein Tor zum Ruhrgebiet, „das würde ich persönlich ebenfalls als richtig ansehen“, sagt der Bürgermeister.

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Die Münsterländer Grundprägung merke man der Stadt heute noch an und es werde sich in den „nächsten Jahrzehnten nicht grundsätzlich ändern.“ Solche Veränderungen gingen langsam einher. „Wenn Sie vor 40 Jahren danach gefragt hätten, hätte wohl jeder gesagt: ‚Werne gehört zum Münsterland‘.“ Das habe sich seiner Meinung nach heute schon geändert.

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Einerseits durch die lange Zeit des Bergbaus, aber auch die kommunale Neugliederung Mitte der 1970er-Jahre, die Werne vom Kreis Lüdinghausen in den Kreis Unna beförderte. Christ: „Ich empfinde mich mehr als Münsterländer, ein stückweit im Pott, aber auf jeden Fall als Westfale.“

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