Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Die Unterschriftenlisten zum Erhalt der Lutherschule füllen sich

Bürgerbegehren Lutherschule

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Abriss des ehemaligen Gebäudes der Lutherschule zeigen vollen Einsatz beim Unterschriften sammeln. Aber es gibt auch Gegenstimmen.

Selm

, 20.07.2018
Die Unterschriftenlisten zum Erhalt der Lutherschule füllen sich

Natalie Stefanski (2.v.l.) und Marion Küpper (r.) sammelten am Freitag auf dem Selmer Wochenmarkt Unterschriften für das Bürgerbegehren in Sachen geplanter Abriss des Gebäudes der ehemaligen Lutherschule. © Arndt Brede

Natalie Stefanski und Marion Küpper, zwei der Initiatoren des Bürgerbegehrens, schwitzen in der Sonne. Auf dem freitäglichen Wochenmarkt auf dem Willy-Brandt-Platz. Sie sammeln Unterschriften, um das Bürgerbegehren voranzutreiben. Ein schweres Unterfangen? „Nein, gar nicht. Die Leute kommen teilweise gezielt zum Wochenmarkt, um bei uns zu unterschreiben“, erzählt Natalie Stefanski.

Seit letzten Freitag liegen die Unterschriftenlisten aus. „Ich habe die Geschäfte abgefahren und die Resonanz ist gut“, sagt Marion Küpper. Auch im Geschäft von Martin Maßmann an der Rosenstraße in Cappenberg liegen übrigens jetzt Listen aus.

„Rückzieher“ der Stadt

„Die Lutherschule ist echt ein Thema und die Art, wie der Rat entschieden hat und der Kaufvertrag verändert wurde, ärgert die Leute“, erzählt Marion Küpper. Auf dem Wochenmarkt nehmen viele die Gelegenheit wahr, das Bürgerbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Peter Prell zum Beispiel. Warum? „Ich finde, dass alte Gebäude erhalten bleiben müssten.“ Selm habe schon viel zu viele Neubauten.

Das Gebäude der ehemaligen Lutherschule sei ja gerade mit der Maßgabe verkauft worden, die Fassade zu erhalten und innen umzubauen. „Warum die Stadt jetzt einen Rückzieher macht, das verstehe ich nicht.“ Nur die Wirtschaftlichkeit zu sehen, sei nicht richtig.

Unterdessen haben sich regelrechte Schlangen gebildet. Immer wieder müssen Natalie Stefanski und Marion Küpper ihre Klemmbretter mit den Listen hinhalten. Und es entwickeln sich Gespräche: „Die Lutherschule könnte, so wie in einem Ort in Bayern, Treffpunkt für Senioren werden“, sagt eine Frau. „Die Flure sind sogar breit genug für Rollatoren und Rollstühle.“

Nicht jeder unterschreibt

Nicht jeder ist aber gegen den Abriss. Womöglich aus schlechter Erfahrung. Auf die Frage, ob er auch auf der Liste für das Bürgerbegehren gegen den Abriss unterschreiben wolle, antwortet ein älterer Mann kopfschüttelnd: „Lutherschule? Da war ich lange genug drauf.“

Zwei Versammlungen Auf einer Bürgerversammlung am Montag, 23. Juli, ab 18 Uhr im Gymnasium, Kreisstraße, möchte Bürgermeister Mario Löhr darüber informieren, welche Konsequenzen ein Nichtabriss für die Stadt Selm zur Folge haben könnte. Zudem werden die neuen Pläne der UKBS für einen Neubau auf dem Gelände gezeigt. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens möchten ihre Beweggründe für ihr Engagement der Öffentlichkeit am Freitag, 3. August, um 19 Uhr im Selmer Hof, Kreisstraße, vorstellen.