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Am Thermometer lässt sich ablesen, wie heiß es in Schwerte im Sommer 2018 schon war. Es gibt aber weitere Daten, an denen sich die Hitze erkennen lässt: Wasserverbrauch und Polizeieinsätze.

Schwerte

, 12.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Temperaturen von fast 40 Grad und greller Sonnenschein. 2018 ist der trockenste und heißeste Sommer seit Langem. 315 durchschnittliche Sonnenstunden gab es im Juli 2018 in NRW. Im Vergleich dazu: 2017 waren es nur 195.

Die extreme Hitze wirkt sich aber auch auf unser tägliches Leben aus. Zum Beispiel, wie wir Wasser verbrauchen. Die Stadtwerke Schwerte messen den Wassergesamtverbrauch der Stadt im Stundentakt. Die Daten für den 7. August als exemplarischen Sommertag und den 1. März als exemplarischen Wintertag haben wir vorliegen.

Auch das Nutzungsverhalten verändert sich deutlich. Der Spitzenverbrauch am Morgen ist sowohl im Sommer als auch im Winter um 8 Uhr. Hier macht sich vor allem die Morgenroutine mit Duschen, Zähne putzen und ähnlichem bemerkbar. Am 7. August lässt sich aber ein deutlich erhöhtes und nach hinten verschobenes Maximum für den Spitzenwert am Abend erkennen. Schwerter verbrauchen im Sommer das meiste Wasser um 21 Uhr. Im Winter hingegen schon um 20 Uhr. Nach einem anstrengenden Sommertag bei über 30 Grad, stellt sich der Schwerter wohl nochmal gern unter die Dusche.

Rekordbesucherzahlen für das Elsebad

Auch das Elsebad spürt den Jahrhundertsommer ganz deutlich. Vom 30. Juli bis zum 8. August besuchten in diesem Jahr durchschnittlich mehr als 1500 Besucher das Bad jeden Tag. Am 7. August besuchten sogar mehr als 2600 Gäste das Freibad. In derselben Zeit waren es 2017 weniger als 500 Gäste pro Tag.

Aber nicht nur im Elsebad werden Überstunden geschoben, auch die Polizei hat alle Hände voll zu tun. „Im Sommer nehmen Einsätze zu, die mit Ruhebelästigungen oder dem Aufenthalt draußen zu tun haben“, bestätigt Ute Hellmann, eine Sprecherin der Polizei Kreis Unna.

Insgesamt rückte die Polizei im Juli 2018 70 mal aus. Entweder wegen Randalierern oder wegen Ruhestörungen. Also mehr als zweimal pro Tag. „Die Bandbreite ist da ganz unterschiedlich. Von einem offenen Fenster, aus dem Musik kommt, bis zu hin zu größeren, ausgelassenen Sommerpartys ist da alles dabei“, sagt Hellmannn. Im Februar 2017 musste die Polizei nur 13 mal für Ruhestörungen und sogar nur 7 mal wegen Randalierern ausrücken. Einen Unterschied zwischen dem Sommer 2017 und dem Jahrhundertsommer 2018 gibt es kaum. In beiden Jahren ist die Polizei insgesamt 70 mal ausgerückt. Sobald es wärmer wird, verbringen die Schwerter ihre Freizeit wohl draußen – egal, ob es 20 oder 30 Grad sind.

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