Die Freiwillige Feuerwehr in Wandhofen soll bleiben, aber es gibt eine Bedingung

dzLöschzug Wandhofen

Ein Ortsteil ohne Freiwillige Feuerwehr? Die Schließung der Wache in Wandhofen ist vorerst vom Tisch. Aber nicht ganz. Bürgermeister Dimitrios Axourgos knüpfte den Erhalt an eine Bedingung.

Wandhofen

, 05.11.2019, 12:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der große Raum im Technopark war gut gefüllt, als Feuerwehrchef Wilhelm Müller und die städtische Beigeordnete Bettina Brennenstuhl am Montagabend auf Einladung der SPD-Fraktion das neue Brandschutzkonzept der Stadt vorstellten.

Über allem schwebte aber zunächst die eine Frage: Was wird aus der Wache Wandhofen?

Und da gab es deutliche Worte von nahezu allen Beteiligten: „Wir werden der Politik empfehlen den Standort nicht zu schließen“, sagte Bürgermeister Dimitrios Axourgos bereits bei den einleitenden Worten. Allerdings sei das ganze mit einer Auflage verbunden: Die Freiwillige Feuerwehr in Wandhofen müsse in den kommenden fünf Jahren, so lange gilt der Brandschutzbedarfsplan, gestärkt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr in Wandhofen soll bleiben, aber es gibt eine Bedingung

© Heiko Mühlbauer

In klaren Worten: Den Wandhofenern muss es gelingen, mehr Mitglieder zu rekrutieren. „Dazu können sie viel beitragen“, sagte der Bürgermeister zu den Feuerwehrleuten aus Wandhofen, die im Saal saßen.

Gutachterin: Zu wenig ehrenamtliches Personal

13 freiwillige Feuerwehrleute habe der Löschzug zur Zeit nur noch für Einsätze zur Verfügung, hatte Dieter Schmikowski, geschrieben. Der ehemalige SPD-Ratsherr hatte sich in einem Brief für den Erhalt der Wehr in Wandhofen stark gemacht. Die Gutachterin, die Feuerwehr und Stadt bei der Erstellung des Plans geholfen hatte, urteilte: Das seien zu wenig für die Wache und das Gerät.

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Es sei auch nicht das erste mal, dass die geringe Personalstärke in Wandhofen als Problem ausgemacht worden sei, erklärte Feuerwehrchef Wilhelm Müller. Man habe dies auch schon 2014 im Brandschutzbedarfsplan erkannt. „Wir haben die Wache immer unterstützt“, so Müller.

Aber wenn es keine Entwicklung gebe, habe man dem Gutachter gegenüber einfach keine Argumente. Das habe sich nun geändert, durch die Unterstützung von Verwaltung und Politik.

Ärger über pauschale Verurteilung

Deshalb ärgert sich Müller auch über die pauschalen Vorwürfe in Richtung Wehrleitung, die Schmikowski in seiner Stellungnahme erhoben hatte. „Wir haben gegenüber der Wehrleitung in Wandhofen auch immer mit offenen Karten gespielt.“

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Noch vor der Veröffentlichung des Brandschutzbedarfsplans waren Gerüchte durchgesickert, dass die Gutachterin die Schließung des Löschzuges Wandhofen der Freiwilligen Feuerwehr vorschlage. Allerdings muss der Brandschutzbedarfsplan vom Rat verabschiedet werden, bevor er gültig wird.

Die Verwaltung will nun das Papier, dass viele Rahmenbedingungen für die Feuerwehr, aber auch deren Zielvorgaben festsetzt, ohne den Passus der Schließung dem Rat zur Abstimmung vorschlagen.

Zumindest die Unterstützung der SPD, die zu der Veranstaltung eingeladen hatte, ist so gewiss.

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