Die Flüchtlingsinitiative gab einst den Anstoß für Radwerkstatt

dz„Willkommen in Holzwickede“

Rund drei Jahre lang hatte die Radwerkstatt an der Massener Straße geöffnet, wurden hier Räder für Flüchtlinge hergerichtet. Mit einer Abschiebung endete zwischenzeitlich auch das Angebot.

Holzwickede

, 16.12.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit 2015 konnten dank ehrenamtlicher Helfer der Flüchtlingsinitiative „Willkommen in Holzwickede“ regelmäßig gebrauchte Fahrräder repariert und an Neu-Holzwickeder ausgeben werden. In Selman Pelivanovic fand sich mit der Zeit gar ein Asylsuchender, der sich zuverlässig um Reparaturen aller Art kümmerte.

Zwischenzeitlich konnte Pelivanovic gar als 1-Euro-Jobber beschäftigt werden. Weil keine Aussicht auf Asyl bestand, wurden er und seine Familie aber im vergangenen Jahr in ihre Heimatland Serbien abgeschoben.

Nachfolger in der Fahrradwerkstatt fand sich nicht

Ein Nachfolger für den Roma fand sich nicht und so war auch das Angebot der Fahrradwerkstatt nach gut drei Jahren eingeschlafen. In Friedhelm Klemp hatten die Pelivanovics einen festen Paten in der Gemeinde. Noch heute hält Klemp den Kontakt zu Selman und Dusanka Pelivanovic und ihren vier Kindern.

Zuletzt hatte Klemp im Frühjahr versucht, Selman Pelivanovic in Deutschland in Lohn und Brot zu bringen. Trotz einiger interessierter Arbeitgeber scheiterte die Rückkehr seines Schützlings an den hohen bürokratischen Hürden.

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