Die Bergkamener Bayern

28.11.2018, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bergkamener Bayern

Auf der Bergkamener Bayernalm feierten auch die Jugendlichen in typischer Tracht, die Mädchen trugen Dirndl, die Jungen Lederhosen. © Roman Grzelak

Viele Bergkamener haben bayerische Vorfahren. Die kamen vor fast 100 Jahren als Bergleute an den Nordberg – und versuchten lange, die Tradition ihrer Heimat auch in der Fremde zu bewahren. 22 von ihnen gründeten am 18. Juni 1921 den „Bayern- und Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein Bavaria Bergkamen und Umgebung“ - in Bergkamen unter dem weniger sperrigen Namen „Bayernverein Bavaria“ bekannt.

Dieser Verein bemüht sich, die bayerische Lebensart und Traditionen der Bayern wachzuhalten, die es ins Ruhrgebiet verschlagen hatte. Tagsüber arbeiteten fast alle männlichen Mitglieder im Bergbau. Abends und am Wochenende pflegten sie die Bayerischen Traditionen – einschließlich der Kleidung. Männer trugen Krachlederne (Lederhosen) und Frauen ein Dirndl, so gekleidet zogen sie bei Veranstaltungen auch über den Nordberg in Bergkamen, wie historische Fotos belegen.

Es gab eine Theatergruppe, die bayerische Volksstücke aufführte und Feste mit Harmonika-Musik und Schuhplatteln. Auf dem damals höchsten Punkt von Bergkamen bauten sie die sogenannte Alm, ihr Vereinsheim. Der Bayernverein hat zurzeit noch etwa 30 Mitglieder.

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