Die Bahn baut: Streckensperrungen in den Sommerferien

Mit der Vollsperrung der Hauptstrecke Duisburg-Essen während der Schulferien hat die Bahn 2018 schon gute Erfahrungen gemacht. In den Sommerferien steht die dritte und vorerst letzte lange Sperrung an: Fast sechseinhalb Wochen lang gelten dann andere Fahrpläne.

13.06.2019, 12:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bahnfahrer im Ruhrgebiet müssen sich in den Sommerferien wieder auf umfangreiche Fahrplanänderungen einstellen. Halte fallen aus, Züge werden umgeleitet, Ersatzbusse fahren. Grund sind baubedingte Sperrungen auf der Hauptstrecke zwischen Essen und Düsseldorf-Flughafen, wie die Netzbetreiberin DB Netz AG am Donnerstag in Duisburg mitteilte.

Die bevorstehenden Änderungen gelten vom 12. Juli, 23.00 Uhr, bis zum 26. August, 05.00 Uhr. Die Strecke zwischen Essen und Duisburg wird in dieser Zeit voll gesperrt. Zwischen Düsseldorf-Flughafen und Duisburg können die Fernbahngleise nicht befahren werden. Von den Änderungen betroffen sind laut Bahn täglich 70- bis 80 000 Fahrgäste. Die Änderungen seien bereits seit Herbst vergangenen Jahres in die Auskunfts- und Ticketsysteme der Bahn eingearbeitet.

Ziel der Baumaßnahmen ist unter anderem eine höhere Zuverlässigkeit des Schienennetzes. Bereits in den Oster- und Herbstferien 2018 hatte die Bahn die Hauptstrecke zwischen Duisburg und Essen für Baumaßnahmen voll gesperrt.

Im Fernverkehr kommt es zwischen Dortmund und Düsseldorf zu Umleitungen, einzelnen Ausfällen und teils veränderten Fahrzeiten. Unter anderem wird der Düsseldorfer Flughafen nicht vom Fernverkehr angefahren. Reisende können den Flughafen aber mit Regional- und S-Bahnen erreichen. Einige ICE-Linien etwa nach München und Berlin beginnen und enden in Essen beziehungsweise Düsseldorf.

Im Regionalverkehr werden RE1-Züge zwischen Dortmund und Duisburg umgeleitet. Sie halten nicht in Bochum, Wattenscheid, Essen und Mülheim, dafür aber in Gelsenkirchen, Essen-Altenessen und Oberhausen. Züge der Linien RE2, RE6 und RE11 fallen zwischen Essen und Düsseldorf aus. Zwischen Essen und Duisburg fahren tagsüber Expressbusse im Zehnminutentakt. Sie halten nur in Mülheim. Abends verlängert sich der Takt auf 15, nachts auf 30 Minuten.

Bei den S-Bahnen wird die S1 ab Essen über Kettwig und Ratingen bis Düsseldorf-Derendorf und Hauptbahnhof umgeleitet. Zusammen mit den Zügen der S6 werde damit ein Zehnminutentakt auf der Strecke erreicht. S2-Züge beginnen und enden tagsüber in Mülheim-Styrum und scheren in Oberhausen in ihren Regelweg ein. In Duisburg halten sie nicht. S3-Züge fallen zwischen Essen und Oberhausen aus. Als Ersatz fahren Busse.

Um die Auswirkungen auf den Bahnverkehr so gering wie möglich zu halten, laufen acht Baumaßnahmen parallel. Investiert werden rund 40 Millionen Euro. Unter anderem werden das Elektronische Stellwerk Duisburg weiter ausgebaut, 150 Kilometer Kabel und 22 Kilometer neue Schienen verlegt, 13 neue Weichen eingebaut und eine Ruhrbrücke erneuert. Reisende werden unter anderem durch zusätzliches Servicepersonal, Plakate und Fahrplanhefte über die Änderungen informiert. Die Bahn entschuldigte sich bei den Reisenden vorab für die Unannehmlichkeiten und bedankte sich für deren Geduld.

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