Deutsche Doppel-Führung bei Vielseitigkeits-EM

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter haben einen starken Start in die EM in Luhmühlen hingelegt. Sowohl im Team als auch in der Einzelwertung durch Michael Jung liegen die Gastgeber vorn. Eine Vorentscheidung um die Titel könnte im Gelände fallen.

30.08.2019, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Deutsche Doppel-Führung bei Vielseitigkeits-EM

Die deutsche Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke auf Hale Bob. Foto: Friso Gentsch

Zwei starke Auftritte von Michael Jung und Ingrid Klimke haben der deutschen Vielseitigkeits-Equipe bei den Europameisterschaften in Luhmühlen Platz eins nach der Dressur eingebracht.

Auf seinem neuen Pferd Chipmunk zeigte der dreimalige Olympiasieger Jung aus Horb den besten Ritt und übernahm mit 20,9 Strafpunkten auch in der Einzelwertung die Führung. Dicht dahinter lag die Titelverteidigerin Ingrid Klimke aus Münster, die mit dem 15 Jahre alten Wallach Hale Bob auf 22,2 Strafpunkte kam.

Nach den Ritten von Kai Rüder von der Insel Fehmarn auf Colani Sunrise und Andreas Dibwoski aus Döhle auf Corrida am Donnerstag hatte das deutsche Team noch auf Platz zwei gelegen. In der Einzelwertung reichte Rüders Ritt vom Vortag mit 25,8 Strafpunkten für die vierte Position.

„Erster, Zweiter, Vierter mit Mannschafts-Reitern - das ist schon ein gigantisches Ergebnis“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. „Jetzt kann es morgen losgehen.“ Am Samstag (10.00 Uhr) geht es in die Geländeprüfung. Dabei müssen die Paare eine 5790 Meter lange Strecke durch die Heide mit 26 Hindernissen überwinden und möglichst die Richtzeit vom 10:10 Minuten nicht überschreiten. „Das sieht sehr gut aus“, meinte der 37-jährige Jung über den Kurs. „Es wird aber knifflig, in der Zeit zu bleiben.“

Das deutsche Team geht mit einem ordentlichen Vorsprung in die zweite Disziplin. Deutschland liegt mit 68,9 Strafpunkten vor den britischen Titelverteidigern und Weltmeistern (85,7). Dritter ist Belgien (90,9). „Das ist natürlich gut, wenn wir nach der Dressur vorn liegen“, sagte Ingrid Klimke. Der 51-Jährige mahnte aber: „Jetzt geht es wieder neu los. Wir müssen uns voll konzentrieren, angreifen und die Klippen meistern.“ Die Titel werden erst am Sonntag (11.15 Uhr) nach dem Springen vergeben.

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