Prozess: Detmolder „Führerscheinkönig“ bestreitet Vorwürfe

Mit der zweistündigen Verlesung der Anklage hat am Mittwoch der Prozess um den selbst ernannten „Führerscheinkönig“ von Detmold begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-jährigen Rolf Herbrechtsmeier und seiner Frau (44) Betrug und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit EU-Führerscheinen aus England vor. In Hunderten von Fällen soll das Paar Geld von Autofahrern aus ganz Deutschland eingesammelt haben, die zuvor ihren Führerschein verloren hatten.

04.12.2019, 03:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess: Detmolder „Führerscheinkönig“ bestreitet Vorwürfe

Der Eingang und ein Schild des Landgerichts in Detmold (Nordrhein-Westfalen). Foto: Bernd Thissen/dpa

Laut Anklage war den beiden Angeklagten klar, dass die Antragsteller die Kriterien für einen neuen Führerschein in Großbritannien nicht erfüllen würden. Dennoch ließ sich das Paar in hunderten Fällen mindestens 1200 Euro überweisen. Der Gesamtschaden durch Betrug und Steuerhinterziehung liegt laut Anklage bei knapp einer Million Euro.

Herbrechtsmeier bestritt kurz vor dem Prozessstart vor dem Gerichtssaal die Vorwürfe. Sein Anwalt wiederholte dies im Prozess. Sein Mandant werde sich im Laufe der Verhandlung zu den Vorwürfen äußern, die sich auf den Zeitraum von 2012 bis 2019 beziehen. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Erste Zeugen sollen erst im Januar 2020 vernommen werden. Bis Mai sind insgesamt 40 Termine angesetzt.

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