Designerin Sabine Gedamke-Kesting muss nach Dawanda-Aus neue Vertriebswege gehen

Design und Handgemachtes

Sabine Gedamke-Kesting, Inhaberin von Creabine Ateliers, muss umplanen: Seit dem Aus der Handelsplattform Dawanda verkauft sie ihre Materialien nun über eine neue Plattform.

Werne

, 17.10.2018, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Designerin Sabine Gedamke-Kesting muss nach Dawanda-Aus neue Vertriebswege gehen

Sabine Gedamke-Kesting, die auch in diesem Jahr wieder ihre Artikel auf dem Weihnachtsmarkt in Werne verkauft, musste sich im Online-Handel neu aufstellen. © Helga Felgenträger (A)

Ob Taschen, Portemonnaies, Schals und Mützen oder Kleider: Sabine Gedamke-Kesting stellt seit gut 18 Jahren handgemachte Stücke her. Die Textildesignerin verkauft ihre Unikate auf Veranstaltungen in der Region - zum Beispiel traditionell auf dem Weihnachtsmarkt in Werne. Und sie vertreibt die Stücke auch im Internet. Ihre Stoffe hat sie seit März über die Plattform Dawanda verkauft. Das lief sehr gut. Etwa 250 Verkäufe hat sie über diesen Weg erzielt, erzählt Sabine Gedamke-Kesting. Doch damit ist nun Schluss. Denn die Plattform wurde Ende August geschlossen und an den Konkurrenten Etsy verkauft.

Erst hörte sich alles vielversprechend an

Sabine Gedamke-Kesting hat daraufhin ihre Stoffe auf der Plattform Dohero angeboten. „Ich war guter Dinge, dass es klappt. Es hörte sich alles sehr vielversprechend an“, erzählt Gedamke-Kesting. Doch der Erfolg blieb aus, wie die 50-Jährige eineinhalb Monate später erklärt. Einen einzigen Verkauf hat sie dort verzeichnet. Deshalb hat die Designerin aus Werne ihre Stoffe am Dienstag, 16. Oktober, wieder von der Plattform genommen.

Nun möchte sie die Stoffe genau wie ihre handgefertigten Artikel stattdessen bei Ebay vertreiben. Dort verkauft die Wernerin schon seit 2005 ihre handgemachten Werke. 3200 Bewertungen von Kunden hat sie bekommen. Während Sabine Gedamke-Kesting sich bei Ebay und Dawanda einen Namen gemacht hat, musste sie bei Dohero von Null anfangen. Zuvor abgegebene Kommentare von Dawanda wurden nicht übernommen - obwohl dies zuvor von den Betreibern der Seite Dohero versprochen wurde.

Neue Plattform muss sich erst etablieren

Sabine Gedamke-Kesting schließt aber nicht aus, dass sie künftig wieder mit Dohero zusammenarbeitet. Solch eine neue Plattform, die sich mit Provisionen von den Verkäufern finanziert, müsse sich erst noch am Markt etablieren, sagt sie.

Und sie muss einwandfrei funktionieren. Probleme mit dem Nachrichtencenter für Kunden oder mit der Bezahlfunktion Paypal machte Gedamke-Kesting, die selbst dort auch Einkäufe getätigt hat, aus. Sie habe zunächst auf die Plattform Dohero gesetzt, weil dort auch schon andere Materialverkäufer, die sie kennt, angemeldet sind.

Kein weltweiter Verkauf

Etsy, der Nachfolger und einstige Konkurrent von Dawanda, kam hingegen nicht als Alternative in Frage. Denn dieser Online-Markt bringt weltweit Käufer und Verkäufer zusammen. Sabine Gedamke-Kesting möchte ihre Artikel nicht im Ausland verkaufen. Sie setzt neben dem Online-Handel, den sie nun ausschließlich über Ebay betreibt, auf den lokalen Verkauf. Etwa auf Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt in Werne, der vom 7. bis 16. Dezember stattfindet. Auch in diesem Jahr wird Sabine Gedamke-Kesting wieder einen Stand öffnen. Dieses Mal bietet sie neue Gürtel-, Handy- und Kosmetiktaschen (mit Glitzer) sowie neue Stoffe an.

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