Der neue „Münsterpottländer“-Roggenbrand von Ehringhausen hat eine besondere Werner Note

dzRewe Symalla

Das klingt doch schmackhaft: Im Rewe Symalla im Horne-Center gibt es nun den „Münsterpottländer“ zu kaufen. Der in Werne hergestellte Roggenbrand hat eine ganz besondere „historische“ Note.

Werne

, 09.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Münsterpottländer? Was soll das denn bitte sein? Bislang galt doch stets das Entweder-Oder: Münsterland oder Ruhrpott. Eine Frage, die seit Jahrzehnten immer wieder für Diskussionen in Werne sorgt. Der eine fühlt sich von der Mentalität her eher dem Ruhrgebiet zugeneigt, der andere eher der Tradition des Münsterlands verbunden. Und nun das! Ein Getränk, das beide Regionen in einen Topf wirft - oder besser gesagt: in ein Fass.

Genau in einem solchen Fass ist der neue Roggenbrand, den es seit Weihnachten im Rewe Symalla im Horne-Center zu kaufen gibt, nämlich gereift. Vier Jahre lang, wie Filialleiter Georg Schlomberg erklärt: „Das Fass war vorher mit Bourbon und dann mit Jamaika-Rum belegt. Deswegen hat der Roggenbrand jetzt eine leicht rosinige, vannilige Note und ist rauchig im Abgang.“

Raue Industriekultur trifft auf sanfte Eleganz

Die „sanfte Eleganz des Münsterlands“ kombiniert mit der rauen Industriekultur des Ruhrgebiets - das passe ganz gut zur Lippestadt, die ja quasi als eine Art geografisches Verbindungsstück fungiert. Hergestellt wird das Getränk von der Brennerei Ehringhausen in Werne. Der Getränkename soll auf die regionalen Einflüsse aufmerksam machen, denen Werne in seiner Geschichte ausgesetzt war. „Und der Ausdruck ‚Münsterpottländer‘ ist schließlich auch ein Synonym für den Werner Bürger“, sagt Schlomberg.

Der neue „Münsterpottländer“-Roggenbrand von Ehringhausen hat eine besondere Werner Note

Auf dem Flaschenetikett der Münsterpottländers ist die Geschichte der Zeche Werne zu lesen. © Felix Püschner

Auf dem Flaschenetikett ist ein Auszug der Werner Stadtgeschichte zu lesen. Zum Beispiel, dass die Lippestadt Jahrhunderte lang zum Bistum Münster gehörte und das Land des Fürstbischofs gegen Feinde südlich der Lippe verteidigte - ein Grund, warum Werne einst überhaupt Stadtrechte wie das Marktrecht erhielt. „Ackerbürger und Handwerker prägten die liebliche Altstadt, so wie wir sie heute noch kennen“, ist auf der einen Seite des Etiketts zu lesen. Die Verbindung zum Münsterland wäre damit dann wohl geklärt.

Limitierte Auflage von 218 Flaschen

Und wer das Gefäß etwas dreht, bekommt auch die Ruhrpott-Verbindung in ein paar kurzen Sätzen erklärt. Dort heißt es: „Der Anstich der Zeche Werne 1899 beförderte die Stadt in die Moderne. Mit Kohleabbau, Bahnhof, Elektrizität und vielen neuen Bürgern wurde aus dem kleinen Örtchen eine moderne Stadt. Der Rauch des neuen Zeitalters verband die Stadt mit der Lebendigkeit des Ruhrgebiets.“

Der neue „Münsterpottländer“-Roggenbrand von Ehringhausen hat eine besondere Werner Note

Gut gerüstet: Die erste Charge des Werner Kornbrands ist auf 218 Flaschen begrenzt. Knapp 40 Euro zahlt man für eine 500ml-Flasche. © Felix Püschner

Für den historischen Hintergrund hat sich Rewe Unterstützung vom Stadtmuseum geholt. Die Idee hatte Schlomberg selbst. Man beziehe ohnehin schon Ware aus der Brennerei, „aber man hat bisher nicht sofort erkannt, dass die Ware aus Werne kommt. So entstand die Idee, mal eine Stadt-Edition zu machen“, erklärt er.

Den Münsterpottländer gibt es nur im Rewe Symalla. Die erste limitierte Auflage liegt bei 218 Flaschen à 500 ml für 39,99 Euro. Gut 50 davon wurden bereits verkauft. Es sei aber vorstellbar, dass es bald auch eine zweite Auflage gibt, so Schlomberg weiter.

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