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Der Unnaer Denis Schmitz kämpft um die EM-Norm

Behindertensport

Für zwei 100-m-Rennen machte sich Rennrollstuhlfahrer Denis Schmitz aus Unna-Lünern auf den Weg nach Berlin. Dort kämpfte er weiter um die EM-Norm und wollte sich für die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Kienbaum einfahren.

Unna

, 04.07.2018
Der Unnaer Denis Schmitz kämpft um die EM-Norm

Denis Schmitz startet am Wochenende bei der deutschen Meisterschaft. © privat

Zeiten spielten nach Angaben seines Trainers und Vaters Rüdiger Schmitz, der den Weg ebenfalls auf sich nahm, keine Rolle. Die Bahn im Ludwig-Jahn-Sportpark, wo im August auch die Europameisterschaft der Para-Leichtathleten stattfindet, sei dafür zu langsam, erklärte der Coach. Dennoch: „Es hat sich gelohnt, dahin zu fahren“, meinte der Coach. Für das Duo vom RGS Bönen ging es darum, zwei fehlerfreie Läufe zu bestreiten und das Tempo bis zum Ziel hochzuhalten. „Er sollte sich Selbstvertrauen holen“, sagte Rüdiger Schmitz und hatte dabei im Blick, dass eine Generalprobe für die EM vor Ort eine willkommene Gelegenheit ist: „Es ist gut, dass er dort mal fahren kann, falls er nominiert wird.“

Da Konkurrenten in Schmitz‘ Schadensklasse (T33) fehlten, spielten auch die Platzierungen in den beiden Rennen keine Rolle. Er trat gegen Fahrer mit höheren Einstufungen an, die einen geringeren Grad an Behinderungen haben und deshalb schneller sind. „Denis hat am Start gut mitgehalten“, meinte Trainer Schmitz zufrieden über die 100-m-Läufe. Zusammen hatte er mit seinem Sohn zuvor noch an der Ausrüstung gefeilt und die Anordnung der Gurte neu ausgerichtet.

Nach den ordentlichen Rennen in Berlin hofft der mehrfache deutsche Rekordhalter Schmitz nun, dass in Kienbaum ebenfalls alles glatt läuft. Nach der DM werden die Nominierungen für die Europameisterschaft bekannt gegeben. Für Schmitz fährt im Bundesleistungszentrum die 100 und 400 m, bei der EM ist in seiner Schadensklasse nur die Kurzdistanz ausgeschrieben.