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Der Tennissport in Bergkamen soll wieder Schwung aufnehmen.

dzTennis

Mit der ersten offenen Meisterschaft, die vom 23. bis zum 26. August auf den Anlagen von TuRa und TVB 79 ausgespielt wird, wollen die Macher ein Zeichen setzen. „Ich begrüße sehr, dass ein neuer Anfang gemacht wird und die Vereine wieder zusammenarbeiten. Der Tennissport in Bergkamen hat das dringend nötig“, sagt Gerd Kampmeyer, Vorsitzender des TV Bergkamen 79.

Bergkamen

, 05.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Es ist nicht viel gelaufen in den vergangenen Jahren, wenn es in Bergkamen um den Tennissport ging. Selbst die einst regelmäßigen Treffen der sportlichen Leiter von TVB, TuRa, SuS Oberaden oder TC Weddinghofen sind irgendwann einmal eingeschlafen. „Die letzte Stadtmeisterschaft“, erinnert sich Kampmeyer, „ist 2002 ausgeschrieben worden. Wir können uns aber nicht mehr daran erinnern, ob sie überhaupt stattgefunden hat.“

Corinna Sudhaus und Werner Turk hatten sich im vergangenen Jahr Gedanken darüber gemacht, in welcher Form der Tennissport rund um den Nordberg wiederbelebt werden kann. Die Idee von einer offen ausgeschriebenen Stadtmeisterschaft entwickelte sich. „Es war die einzige Möglichkeit, um auf die Teilnehmerzahlen zu kommen, mit der ein Turnier durchgeführt werden kann“, sagt Sudhaus.

Turnier in 15 Klassen

Nun ist der gesamte Bezirk Ruhr-Lippe eingeschlossen, der sich von Soest bis Gelsenkirchen erstreckt. Gespielt wird erst einmal ausschließlich bei den Erwachsenen bis hoch zu den Frauen 65 und den Männern 70. Ausgeschrieben sind 15 Klassen, jeweils unterteilt in zwei Gruppen nach Leistungsklassen. „Das macht es für die meisten Spieler interessant“, sagt Michael Fliescher, der mit Sudhaus die Turnierleitung übernimmt.

Stand heute werden die Männerkonkurrenzen am Nordberg bei TuRa ausgespielt, die Frauenwettbewerbe beim TVB an der Unteren Erlentiefenstraße. Der SuS Oberaden und der TC Weddinghofen haben sich in diesem Jahr zurückgehalten – der Club vom Häupenweg wohl in erster Linie wegen seiner umfangreichen Feierlichleiten aus Anlass des 40-jährigen Bestehens.

Zu wenig Nachwuchs

„Wenn aber zusätzlicher Bedarf besteht, können wir auch auf deren Anlagen ausweichen“, sagt Corinna Sudhaus. Ziel ist es (sofern sich die „Bergkamen Open“ etablieren), dass die Titelkämpfe in Zukunft reihum ausgerichtet werden. „Alle sollen beteiligt werden“, sagt Gerd Kampmeyer.

Erhebungen durch den westfälischen Verband haben ergeben, dass Bergkamen – gemessen an der Einwohnerzahl – zu wenig organisierte Tennisspieler hat. Und das liege auch, aber eben nicht nur an der Bevölkerungsstruktur. Vor allem im Nachwuchsbereich gibt’s Alarm.

„Wir hatten im Vorjahr noch sechs Jugendmannschaften, in diesem Jahr keine“, berichtet Werner Turk aus dem TuRa-Lager. Und Gerd Kampmeyer sagt: „Das ist nicht nur ein Bergkamener Problem, aber hier ganz besonders. Es ist sinnvoll, dass die beiden Vereine jetzt mal den Anfang machen. Wir müssen kämpfen. Wenn wir aufgeben, können wir gleich ganz aufhören.“

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