Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der Fall Özil ist typisch für bröckelnde Integration

Der Fall Mesut Özil ist aus wissenschaftlicher Sicht ein Paradebeispiel für Integrationshürden und heimatliche Zerrissenheit der „Deutsch-Türken“. Charakteristisch sei ein sogenanntes Integrationsparadoxon, erklärte Prof. Haci-Halil Uslucan am Montag in Düsseldorf bei der Vorstellung einer neuen Studie des Zentrums für Türkeistudien. Demnach empfinden sich gerade die objektiv besser Integrierten häufig als nicht zugehörig, weil sie besonders sensibel für gesellschaftliche Diskriminierung seien.

23.07.2018
Der Fall Özil ist typisch für bröckelnde Integration

Hacı-Halil-Uslucan beantwortet während einer Pressekonferenz die Fragen von Journalisten. Foto: Federico Gambarini

Seit 2010 steige die Zahl der türkeistämmigen Zuwanderer, die sich eher der Türkei denn Deutschland verbunden fühlen, berichtete Uslucan. In der jüngsten repräsentativen Befragung gaben 61 Prozent an, sich sehr stark der Türkei zugehörig zu fühlen, nur 38 Prozent sagten das über Deutschland (in NRW: 35%).

Auch in der Nachfolgegeneration ist die Verbundenheit zur Türkei noch hoch. Uslucan führt das unter anderem auf überhitzte Türkei-Debatten in Deutschland, das Werben der türkischen Regierung sowie Diskriminierungserfahrungen von Menschen zurück, die sich häufig als „Pass-Deutsche“ abgelehnt fühlten.

Weitere Meldungen