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Der Boulevard ist eröffnet

Bahnhofstraße

Die Stadt hat die Bahnhofstraße umgebaut, aber keinen Vertreter zur Eröffnungsfeier geschickt. Der Streit um die Anliegerbeiträge geht weiter.

Schwerte

, 21.06.2018
Der Boulevard ist eröffnet

Vertreter der ISG, der Werbegemeinschaft und der Stadtwerke stießen auf die Neugestaltung der Bahnhofstraße an. © Jessica Will

Nein, die Bahnhofstraße ist noch nicht ganz fertig. Am Donnerstagabend wurde sie dennoch offiziell eröffnet, denn die Fertigstellung ist in Sicht, und der zweite Streetfoodmarkt erschien der Interessen- und Standortgemeinschaft als geeigneter Rahmen für eine kleine Eröffnungsparty.

An der viele Bürger und Schwerter Geschäftsleute teilnahmen, aber kein offizieller Vertreter der Stadt. Bürgermeister Dimitrios Axourgos und sein Stellvertreter Jürgen Paul weilen beim Hansetag in Rostock und konnten so dem Gegenwind entfliehen, der wegen der gestiegenen Anlieger-Beiträge spürbar über die Bahnhofstraße und durch den Stadtpark wehte.

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Nicht nur ISG-Vorsitzender Bernhard Druffel schalt die Verwaltung wegen der kostspieligen Um-Firmierung der Bahnhofstraße von einer Hauptverkehrs- zu einer Hauptgeschäftsstraße. Auch Ulf Wollrath von der Industrie- und Handelskammer nannte den Vorgang eine „dunkle Wolke“ über der ansonsten erfreulichen Entwicklung der Bahnhofstraße. Das Engagement der ISG und der Umbau seien der beste Beweis dafür, dass man nicht tatenlos zusehen müsse, wie eine Geschäftslage den Bach heruntergehe: „Die Straße ist toll geworden“, lobte er.

Neu: Tempo 20

Auf dem neuen Boulevard, auf dem man abends ab 21 Uhr das „Blaue Band“ leuchten sieht, gilt jetzt übrigens wie geplant Tempo 20. Außerdem hat die Stadt an der Bahnhofstraße, an der Hastingsallee und an der Rathausstraße eine Parkzone eingerichtet. Dort darf ab Ende nächster Woche nur noch in markierten Bereichen geparkt werden. Stadtsprecher Carsten Morgenthal: „Damit werden eine Menge Verbotsschilder überflüssig, die wir dann abmontieren können.“

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Der Weg zum Boulevard
  • 2. September 2016: Die Pläne werden auf einer Bürgerversammlung im Rathaus vorgestellt und diskutiert.
  • 24. Juli 2017: Baubeginn. Kalkuliert sind zehn bis zwölf Monate und Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro.
  • 18. August 2017:: Der Untergrund der Straße ist nicht standfest. Der Boden muss nachverdichtet werden. Das kostet vier Wochen zusätzliche Bauzeit und zusätzliches Geld.
  • Juni 2018: Die Straße ist fast fertig. Anlieger kündigen wegen der teilweise um das Zweieinhalbfache gestiegenen Straßenbaubeiträge juristsche Schritte an.