Demos gegen Antisemitismus und Neonazis in Dortmund

An fünf Demonstrationen in Dortmund gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus haben sich nach Polizeiangaben am Montagabend insgesamt etwa 1600 Menschen beteiligt. Zugleich wandten sich die Teilnehmer gegen eine parallel laufende Kundgebung der rechtsextremistischen Partei „Die Rechte“ mit nach Schätzungen der Polizei rund 80 Teilnehmern. Die Veranstaltungen seien soweit friedlich verlaufen. Zur Teilnahme an den Demos gegen Neonazis von „Die Rechte“ hatten auch die NRW-Grünen aufgerufen.

14.10.2019, 21:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Demos gegen Antisemitismus und Neonazis in Dortmund

Demos gegen Antisemitismus und Neonazis in Dortmund. Foto: Fabian Strauch/dpa

„Antisemitismus darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben“, betonte die Landespartei. „Der Gedanke, dass Neonazis antisemitische Parolen rufen, ist unerträglich - erst recht nach dem Terroranschlag in Halle“, betonte Grünen-Landeschefin Mona Neubaur in einer Mitteilung. Es sei wichtig, Solidarität mit allen jüdischen Mitbürgern zu zeigen. Zu den Demos hatten verschiedene Gruppierungen wie das „Bündnis gegen Rechts“ aufgerufen.

Die rechtsextremistische Partei „Die Rechte“ hat laut Polizei in Dortmund bis Jahresende für jeden Montag eine Kundgebung angemeldet. Nach der Verhaftung eines Rechtsextremisten am vergangenen Samstag war die Kundgebung an diesem Montag von der Partei ins Dortmunder Gerichtsviertel verlegt worden.

Weitere Meldungen
Meistgelesen