Demo gegen Rechts: Und wieder gehen in Werne Hunderte auf die Straße

Gegen Rassismus

Beim Klimastreik am 20. September waren es 500, eine Woche später sind es mehr als 200. Werne formiert sich – für das Klima und gegen Rechts. So war der Samstag.

Werne

, 29.09.2019, 13:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Demo gegen Rechts: Und wieder gehen in Werne Hunderte auf die Straße

Hunderte Menschen zogen am Samstag durch die Werner Innenstadt. © Karolin Mersch

„Menschenrechte statt rechte Menschen“: Mehr als 200 Menschen gingen am Samstag (28. September) auf die Straße, um gegen die Rechtsradikalisierung in Deutschland zu demonstrieren.

Mit großen Bannern und bunten Plakaten zogen die Demonstranten vom Werner Hauptbahnhof in die Innenstadt. Neun Großeinsatzfahrzeuge der Polizei sowie Motorräder und Pkw begleiteten die friedliche Bewegung.

Organisiert wurde die Veranstaltung vor allem von jungen Menschen aus den Gruppen „Youth for Furture“ und „Werner Bündnis gegen Rechts“. Sie wollten mit der Veranstaltung ein deutliches Zeichen gegen sich radikalisierende Parteien setzen. „Unsere Alternative heißt Solidarität“, erklärte Philipp Müller in der Eröffnungsrede.

Dr. Hermann Steiger von der Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge hätte sich jedoch etwas mehr Beteiligung erhofft. „Es ist schwieriger, sich gegen Rechts zu positionieren, als für das Klima zu demonstrieren. Man kann schnell auf ein Abstellgleis geraten, weil erstaunlich viele Sympathien für Rechts haben. Das erschreckt mich“, sagte er.

Demo gegen Rechts: Und wieder gehen in Werne Hunderte auf die Straße

Rund 200 Teilnehmer plädierten am Samstag für mehr Solidarität. © Karolin Mersch

An der Partnerschaftsuhr in der Werner Innenstadt legten die Demonstranten einen Zwischenstopp ein und ließen Mitglieder der IG Metall und der Gruppe „Youth for Future“ reden. Diese forderten vor allem die Initiative der Bürgerinnen und Bürger und sprachen sich gegen Abschiebung, Rassismus und Diskriminierung aus.

Mit den bunten Schildern, auf denen Sprüche wie „No Nazis“ oder „Nazis essen heimlich Falafel“ standen, zogen die Beteiligten weiter durch die Innenstadt und machten mit Sprechgesängen wie „Kein Mensch ist illegal“ auf sich aufmerksam.

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