Deges will die B236 ab April ausbauen – mit welchen Unternehmen ist noch unklar

dzB236-Ausbau in Schwerte

Der Baubeginn auf der Hörder Straße ist noch immer für April festgelegt. Es gibt aber Faktoren, die dem Vorhaben im Weg stehen könnten. Auch die Grundstückseigentümer stellen sich quer.

Schwerte

, 23.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die eigentliche Baustelle ist noch gar nicht da. Aber in den vergangenen Monaten konnten sich alle Schwerter und Pendler schon ein relativ eindeutiges Bild von der Situation machen, die eintritt, wenn die B236 nach jahrelanger Planung ausgebaut wird.

Das soll im April 2020 der Fall sein, bestätigte das ausführende Unternehmen Deges kürzlich erneut.

Zurzeit seien die Stadtwerke noch mit Versorgungsleitungen beschäftigt, die seit diesem Montag, 20. Januar, auf und unterhalb der Hörder Straße verlegt werden. Und diese Verlegung soll auch einer der letzten Arbeitsschritte sein – bis zum 20. März, danach gehe der Ausbau los. So steht es im Plan.

Keine weiteren Baustellen vor dem Ausbau geplant

Auch von Seiten der Deges wurde das am Mittwoch erneut bestätigt: „Weitere, längerfristige Baustellen sind im Vorfeld der Baumaßnahme nicht geplant. Es kann im Zuge von Fäll- und Rodungsarbeiten zu kurzfristigen Einschränkungen durch Tagesbaustellen kommen“, heißt es schriftlich aus der NRW-Zweigstelle in Düsseldorf.

Beim Zeitplan bleibt man optimistisch – auch, wenn noch nicht alle Unternehmen unter Vertrag genommen worden sind. Denn erst Ende März seien „alle Ausschreibungen abgeschlossen, die Firmen beauftragt, dass im April die Bauarbeiten zum Ausbau beginnen können“, so Pressesprecherin Simone Döll. Heißt: Man prüfe derzeit noch, welche Unternehmen die Arbeiten während des Ausbaus durchführen.

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Für den Bau von beispielsweise Lärmschutzwänden und Leitplanken nimmt die Deges derzeit noch Bewerbungen entgegen.

Deges besitzt noch immer nicht alle Grundstücke

Wenn dann im April wirklich die Bagger auf der Hörder Straße anrücken, werden sich vor allem die drei Grundstückseigentümer ärgern, die sich auch bis heute noch nicht mit der Deges auf angemessene Verkaufspreise einigen wollen. Das Argument der Eigentümer: Die Angebote für die Grundstücke seien weit unter dem offiziellen Richtwert.

Zwei von drei Eigentümern bestätigten, dass man noch immer in den Verhandlungen stecke. Im Notfall drohe die Enteignung.

Für die Deges ist das offenbar kein Problem. Zwar besitze man noch nicht alle erforderlichen Grundstücke entlang der B236. Das hätte aber – so Simone Döll – keine Auswirkungen auf den Baustart und den Zeitplan.

Baustelle soll bis Ende 2021 wieder verschwunden sein

Bis Ende 2021 soll der Spuk vorbei sein. Dann soll der Verkehr nach Plänen der Deges vierspurig über die B236 rollen. Ob es dabei bleibt, lässt auch das Unternehmen selbst offen. Denn: „Bei Baumaßnahmen, bei denen viele Akteure zusammenwirken und Witterungsbedingungen eine Rolle spielen, lassen sich Verzögerungen jedoch manchmal nicht vermeiden.“

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