Datenauswertung: sexueller Missbrauch eigener Kinder

Im Fall des sexuellen Missbrauchs eigener Kinder und Stiefkinder durch mehrere Männer werten die Ermittler die sichergestellten großen Datenmengen aus. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Auswertung der großen Datenmengen habe Vorrang. Selbstverständlich werde an dem Fall auch am heutigen Feiertag in NRW weitergearbeitet.

01.11.2019, 10:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Datenauswertung: sexueller Missbrauch eigener Kinder

Ein Mitarbeiter der Kölner Polizei streamt die Pressekonferenz ins Internet. Foto: Marius Becker/dpa

Ihre eigenen Kinder sollen mehrere Männer sexuell missbraucht und sich gegenseitig entsprechende Bilder geschickt haben, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekanntgegeben. Die Opfer seien zwischen elf Monaten und zehn Jahren alt. Es wurden vier Verdächtige aus den Bereichen Bergisch Gladbach, Kleve, Wiesbaden und Langenfeld unter dem Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs festgenommen.

Die Kölner Polizei hat 20 Beamte abgestellt, die unter anderem die riesigen Datenmengen auswerten sollen, um mögliche weitere Täter und Opfer ausfindig zu machen. Ins Rollen kamen die Ermittlungen, als die Staatsanwaltschaft Kassel im Zuge eines anderen Verfahrens wegen Kinderpornografie auf einen 42-jährigen Deutschen aus Bergisch Gladbach stieß. Sie fanden Tausende erschreckende Bilder und Videos - eine Datenmenge von mehr als drei Terabyte. Durch Chat-Verläufe kamen die Ermittler dann auch drei weiteren Verdächtigen auf die Spur.

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