Das passiert mit unverkauften Weihnachtsbäumen aus Selm und Nordkirchen

dzWeihnachtsbäume

Nicht alle Weihnachtsbäume werden verkauft. Doch die, die keinen neuen Besitzer finden, bleiben nicht einfach beim Verkäufer. Die unverkauften Bäume dienen einem neuen Zweck.

Selm, Nordkirchen

, 27.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Jeder Baum wird einzeln hervorgezogen, gedreht, gewendet, beurteilt. Wer nicht passt, wird zurück an den Zaun gelehnt. Und ab zum nächsten. Beim Weihnachtsbaum-Kauf geht es um Wuchs, Größe, Farbe und Duft. Je näher Weihnachten rückt, desto mehr lichten sich die Reihen der Tannenbäume, die zum Verkauf stehen. Aber was passiert mit den Bäumen, die übrig bleiben?

Franz Merten von der Baumschule Merten Garten- und Landschaftsbau an der Alstedder Straße hat eine drastische Lösung für die unverkauften Weihnachtsbäume: „Sie werden geschreddert“, erzählt er. In diesem Jahr seien es circa 100 Bäume, die übrig geblieben sind. „Im vergangenen Jahr war kein einziger übrig, da haben wir alle verkauft“, sagt Franz Merten. Es sei immer unterschiedlich, wie viele Tannenbäume einen Käufer finden.

Weihnachtsbäume schützen die Pflanzen in den Beeten

Der Zweck der unverkauften Bäume sei jedoch immer derselbe: „Viele legen den geschredderten Baum auf ihre Beete“, erklärt Franz Merten. Denn der Mulch schütze Pflanzen vor Kälte, halte die Feuchtigkeit im Boden und gebe ihm neue Nährstoffe. „Außerdem hält der Mulch Unkraut ab“, sagt Franz Merten. Für die Pflanzen ein Vorteil, für Merten ein Nachteil: „Das Weihnachtsbäume-Schreddern ist ein teures Vergnügen.“ Denn im Einkauf seien die Bäume deutlich teurer als der Mulch, den er später verkaufe.

Ganz kostenlos gibt der Hof Althoff an der Olfener Straße übrig gebliebene Weihnachtsbäume ab – und das für einen ganz anderen Feiertag. „In diesem Jahr bekommen die Pfadfinder die unverkauften Bäume für ihr Osterfeuer“, sagt Renate Althoff. Wie viele Bäume übrig geblieben sind, wisse sie nicht. Den Pfadfindern werden sie jedenfalls im Frühjahr eine Freude bereiten.

In Nordkirchen sind keine Bäume übrig

In Nordkirchen und Südkirchen musste niemand nach einer Lösung für übrig gebliebene Bäume suchen. Denn die KAB St. Paulus und die Pfadfinder in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Johann-Conrad-Schlaun-Schule haben in diesem Jahr alle Weihnachtsbäume verkauft.

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