Das hält die Verwaltung vom kostenlosen Parken ab 17 Uhr auf Parkplätzen in der Lüner City

dzRuhender Verkehr

Die Verwaltung hat im Auftrag des Sicherheitsausschusses nachgerechnet, wie sich kostenloses Parken ab 17 Uhr auf dem Theater- und dem Pfarrer-Bremer-Parkplatz finanziell auswirken würde.

Lünen

, 06.09.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Verwaltung will der Politik bis Mitte nächsten Jahres ein schlüssiges Konzept zur Parkraumbewirtschaftung in der Lüner City auf den Tisch legen. Dabei spielt kostenfreies Parken ab 17 Uhr auf dem Pfarrer-Bremer-Parkplatz und dem Theater-Parkplatz die entscheidende Rolle.

Dazu hat die Verwaltung schon erste Berechnungen durchgeführt. Die Ergebnisse will sie dem Ausschuss für Sicherheit und Ordnung am Donnerstag, 12. September, in der Feuerwache an der Kupferstraße 60 vorstellen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 16 Uhr.

Dass sich die Verwaltung mit dem Thema beschäftigt, geht auf Anträge der FDP und der GFL in der Juni-Sitzung zurück. Das Ganze endete in folgendem Arbeitsauftrag:

„Der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung beauftragt die Verwaltung mit der Prüfung, zu erwartende Einnahmeausfälle und Umstellungskosten für ein freies Parken auf dem Pfarrer-Bremer-Parkplatz und dem Theater-Parkplatz für die Zeit ab 17.00 Uhr zu ermitteln (...).“

Das hat die Verwaltung getan. Wie aus ihrer schriftlichen Mitteilung für den Ausschuss hervorgeht, machten die mit dem Parkplatz Pfarrer-Bremer-Straße im vergangenen Jahr erzielten Einnahmen exakt 392.251 Euro aus.

Die Einnahme-Ausfälle

Würde auf die Erhebung von Parkgebühren ab 17 Uhr verzichtet, bedeute das Mindereinnahmen von etwa 57.803 Euro. Für den Theater-Parkplatz kommt die Verwaltung zu folgendem Ergebnis:

„Um die Einnahmeausfälle in Grenzen zu halten und gleichzeitig positive Effekte für den Einzelhandel, aber auch die Turnhallen- und Theaterbesucher zu erzielen, hält es die Verwaltung für sinnvoll, kostenfreies Parken auf dem Theater-Parkplatz ab 17.00 Uhr zu realisieren.“ Den Angaben zufolge ist mit einem Einnahme-Verlust von 24.462 Euro zu rechnen. Die Einnahmen lagen 2018 bei 178.322 Euro.

Umstellung der Automaten

Die notwendige Umstellung der Parkscheinautomaten verursacht nach Angaben der Verwaltung keine großartigen Kosten und ist durch das „eigene Personal möglich“. Sachkosten, heißt es weiter, „fallen in geringer Höhe für neue Preisschilder an den Automaten an“.

Inwieweit eine Gebührenbefreiung ab 17 Uhr auf den beiden Parkplätzen zu einer Änderung des Nutzerverhaltens in Bezug auf andere kostenpflichtige Parkplätze in der City führt, kann die Verwaltung zurzeit nicht „seriös“ beantworten:

„Von zumindest geringen Effekten ist auszugehen, die mit 5.000 Euro bis 10.000 Euro bewertet werden könnten“, heißt es in der Mitteilung - und dass es gerade diese Wechselbeziehungen seien, die für eine vertiefte Aufbereitung des Themas Parkraumbewirtschaftung sprechen.

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