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Das E-Auto sicher Zuhause laden

Elektromobilität

Es ist der Antrieb der Zukunft – die Elektromobilität soll in den kommenden Jahren rasant wachsen.

Elektro Hering
05.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Automobilindustrie nimmt Milliardensumme in die Hand, um die E-Mobilität voranzubringen. Doch was bringen E-Autos, wenn es kaum Möglichkeiten gibt, diese zu laden? Die Lade-Infrastruktur ist für viele Verbraucher der Grund, sich kein E-Auto anzuschaffen. Es gibt aber auch eine andere Möglichkeit, als die Ladung an öffentlichen Zapfsäulen, weiß Rudolf Hering, Inhaber von Elektro Hering. So einfach sei das aber nicht. „Verbraucher, die sich dafür entscheiden, ein Elektrofahrzeug zu kaufen, müssen sich schon im Vorfeld über die Lademöglichkeiten auch bei sich Zuhause beschäftigen“, so der Obermeister der Innung für Elektrotechnik. Die Käufer ahnen nicht, welche Folgen der Kauf eines E-Autos hat „Das wissen teils noch nicht einmal die Verkäufer im Autohaus“, sagt Rudolf Hering.

Seit einem Jahr hat sich Elektro Hering darauf spezialisiert Ladestationen in privaten und gewerblichen Haushalten zu installieren. So einfach wie es sich zunächst anhört, ist das aber nicht. Elektro-Betriebe brauchen dafür ein spezielles Zertifikat.

Das E-Auto sicher Zuhause laden

Michael Hering und sein Vater Rudolf von Elektro Hering installieren in privaten und gewerblichen Haushalten Ladepunkte. Fotos: Jacob © Jacob

Eine sichere Installation

Hat sich ein Verbraucher dazu entschieden, ein E-Auto zu kaufen oder haben bereits eins bestellt, fahren die Mitarbeiter von Elektro Hering raus zum Kunden und begutachten zunächst die hauseigene Elektroanlage beziehungsweise den Hausanschluss. „Bei einer älteren Anlage kann es durchaus sein, dass wir noch einmal Veränderung vornehmen müssen“, erklärt Elektriker Michael Hering. Bei einer neueren Anlage ist eine E-Ladestation leichter anzuschließen.

„Es müssen natürlich auch die Sicherheitsaspekte beachtet werden“, erklärt Rudolf Hering. „So müssen zum Beispiel die passenden Schutzeinrichtungen installiert werden – wie etwa ein Schutzschalter für den Körperschutz, damit man keinen Stromschlag bekommt.“

Anschließend wird eine Analyse gemacht, welche Kilowatt-Leistung das Stromnetz für die Ladung benötigt. Die Ladestationen müssen bei den entsprechenden Energieversorgungsunternehmen angemeldet werden. Dieses entscheidet dann, ob in der Straße genügend Kapazität für eine 11 KW oder 22 KW-Ladestation vorhanden ist. „Wenn schon fünf Haushalte in der Straße eine Ladestation haben und alle ihr Auto gleichzeitig laden würden, dann kann es durchaus sein, dass die Kapazität nicht reicht“, erklärt Hering.

Ladesäule oder Ladebox

Verbraucher haben zwei Möglichkeiten, sich einen Ladepunkt Zuhause installieren zu lassen; zum Einen ein Standort für eine Ladesäule, die andere Möglichkeit ist, sich eine Ladebox installieren zu lassen, die an der Wand, zum Beispiel in der Garage hängt.

Bis der Ladepunkt in Betrieb genommen werden kann, dauert es von der Begutachtung bis zur Realisation knapp zwei Wochen.

Rudolf Hering und sein Sohn Michael sind sich sicher, dass die Elektromobilität in Zukunft stark zunehmen wird. Und das merken sie auch: Im vergangenen Jahr hat der Betrieb circa acht Ladestationen installiert, in diesem Jahr bereits sechs.

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© xxx

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