Das Auto hat Vorfahrt

dzKommentar

Der Umstieg aufs Fahrrad wird von Politikern gerne gefordert. Fahren Sie mehr Rad! Dafür fehlen aber vielerorts die Voraussetzungen. Ein Kommentar.

Holzwickede

, 19.11.2018, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Radwege an der Hauptstraße in der Gemeindemitte, die Bahnunterführung am Oelpfad, ein fehlender Radweg in Teilen der Rausinger Straße – ADFC-Sprecher Ulrich Lohenstein kann zig Beispiele nennen, wo Radfahrer besonders achtsam sein müssen und es immer wieder zu Konflikten mit Autofahrern kommt. Es widerspricht dem Gedanken, möglichst viele Menschen aufs Rad zu bringen natürlich, wenn die Infrastruktur die Fahrt mit dem Zweirad zum Frust-Erlebnis macht.

Da kann eine Gemeinde noch so viele E-Bikeladestationen aufstellen und noch so oft an Aktionswochen wie dem Stadtradeln teilnehmen: Mehr als ein paar nette Zahlen zur CO2-Ersparnis kommen da nicht bei rum. Konsequent wäre es, Datenschutz natürlich berücksichtigt, die Bewegungsprofile der Stadtradler im Gemeindegebiet zu analysieren und die Ergebnisse verkehrsplanerisch zu berücksichtigen. So lange Auto und Co. in unserer Gesellschaft die Vorfahrt haben, kann man sich sowieso auf den Kopf stellen: Im Zweifel setze ich mich auch ins geschützte Auto. Für den Weg zur Arbeit doch die sicherere Variante.

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