DGB-Ausbildungsreport 2018: Überstunden und Erreichbarkeit

In vielen Branchen wird über Fachkräfte- und Nachwuchsmangel geklagt. Werden Azubis entsprechend pfleglich behandelt und bestmöglich auf den Beruf vorbereitet? Der DGB hat nachgefragt.

30.10.2018, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
DGB-Ausbildungsreport 2018: Überstunden und Erreichbarkeit

Überstunden und der Erwartungsdruck, ständig erreichbar zu sein, sind für viele Auszubildende ein großes Problem. Foto: Oliver Berg/Archiv

Überstunden und der Erwartungsdruck, ständig erreichbar zu sein, sind schon in der Lehre für viele Auszubildende ein großes Problem. Das geht aus dem nordrhein-westfälischen Ausbildungsreport 2018 hervor, den der Deutsche Gewerkschaftsbund am Dienstag in Düsseldorf vorgestellt hat.

Mehr als ein Drittel der über 5000 Befragten aus den 25 häufigsten Berufen gaben an, regelmäßig Überstunden machen zu müssen. Von ihnen bekommen 15 Prozent weder einen finanziellen noch einen zeitlichen Ausgleich, obwohl das gesetzlich vorgeschrieben ist. Derzeit kämen die Kammern ihrem gesetzlichen Kontrollauftrag nicht nach, kritisierte der DGB.

Alarmierend sei zudem, dass der Umfrage zufolge von jedem fünften Azubi erwartet werde, auch außerhalb der Arbeitszeiten erreichbar zu sein. In Berufen, die in der Gesamtbewertung der Azubis am schlechtesten abschnitten, komme dies sogar noch viel häufiger vor. So klagte fast die Hälfte der angehenden Hotelfachleute, dass von ihnen ständige Erreichbarkeit erwartet werde.

Die allermeisten Azubis - fast 69 Prozent der Befragten - sind mit ihrer Ausbildung insgesamt aber zufrieden.

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