„Aus Respekt“: DFB-Vize Koch verzichtet auf FIFA-Amt

Ursprünglich wollte Rainer Koch für den Rat des Fußball-Weltverbandes FIFA kandidieren - jetzt hat er es sich anders überlegt. Grund dafür ist die „deutsch-französische Freundschaft“.

12.12.2019, 08:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

DFB-Vizepräsident Rainer Koch kandidiert nicht für einen Platz im Rat des Fußball-Weltverbandes FIFA. Koch werde sich nicht wie ursprünglich geplant für das FIFA-Amt zur Wahl stellen, teilte der Deutsche Fußball-Bund mit.

Seine Kandidatur habe er zugunsten des Präsidenten des französischen Fußballverbandes, Noël Le Graët, zurückgezogen.

„Der DFB und der Französische Fußball-Verband pflegen eine enge Verbundenheit. Mit Blick auf die deutsch-französische Freundschaft sowie aus Respekt vor Noël Le Graët und seiner Verdienste um den Fußball war es für mich klar, auf eine Kandidatur zu verzichten“, sagte Koch.

Der Präsident des französischen Verbandes hatte nach dem Ausscheiden von Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel im April 2019 den freigewordenen Platz im FIFA-Rat eingenommen. Le Graët habe nun bekanntgegeben, dieses Mandat entgegen ursprünglicher Überlegungen weiter ausführen zu wollen und bei der Wahl am 3. März 2020 zu kandidieren. Mit Kochs Rückzug ist Le Graët der einzige Kandidat für den europäischen Platz im FIFA-Rat.

Im Oktober hatte der DFB-Vize noch angekündigt, sowohl für einen Sitz im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA als auch für den Rat der FIFA zu kandidieren. Trotz Kochs Rückzugs sei es weiterhin „das Ziel des DFB, künftig im Rat des Weltverbandes vertreten zu sein“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Kochs Kandidatur für das UEFA-Exekutivkomitee bleibe von dem Verzicht auf das FIFA-Amt unberührt.

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