DFB-Ethikkommission: Tönnies-Aussagen weiterhin auf Agenda

Die DFB-Ethikkommission wird sich auch nach der Entscheidung des Schalker Ehrenrats noch mit den Aussagen von Clemens Tönnies beschäftigen. Der Vorsitzende des Gremiums, Nikolaus Schneider, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Fall weiterhin auf der Agenda für die nächste Sitzung am 15. August steht. Die Kommissionsmitglieder könnten aber auch zügig entscheiden, das Thema für sich zu den Akten zu legen.

07.08.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
DFB-Ethikkommission: Tönnies-Aussagen weiterhin auf Agenda

Nikolaus Schneider, Vorsitzender der Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Die Ehrenratssitzung am Dienstagabend hatte ergeben, dass Tönnies sein Amt beim Fußball-Bundesligisten nach seinen umstrittenen Aussagen über Afrika für drei Monate ruhen lassen will. Das Gremium kam zu dem Ergebnis, „dass der gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden des S04, Clemens Tönnies, erhobene Vorwurf des Rassismus unbegründet ist“, wie es in der Mitteilung hieß. Vorzuwerfen sei dem Unternehmer „allerdings, gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben.“

Die DFB-Ethikkommission kann selbst kein Urteil fällen. Das dreiköpfige Gremium kann lediglich Anklage erheben, über die dann die DFB-Gerichtsbarkeit entscheiden muss.

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