Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

„Blickpunkt Ehrenamt“, heißt es in diesem Jahr nicht nur beim Fußballverband Westfalen. Eigens deshalb gab DFB-Präsident Reinhard Grindel am Montag Tipps zur Gewinnung neuer Helfer.

Kamen

, 12.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Keine Frage: Die digitalen Medien rücken immer mehr in den Mittelpunkt - vor allem beim Nachwuchs. Das weiß auch Reinhard Grindel, der Präsident des Deutschen Fußballbundes, der am Montag zwischen Bürgermeisterbesuch in Düsseldorf und FIFA-Sitzung in Miami mal eben im SportCentrum Kamen-Kaiserau Station machte. Denn das Ehrenamt ist dem DFB-Boss wichtig - und das war eben Thema beim Neujahrsempfang für die Kreise und Gremien des Fußball- und Leichtathletik Verbandes Westfalen.

„Ehrenamtler sind keine Betriebsmittel, ihr Wissen und ihre Erfahrung sind eine Motivationsspritze für jeden Verein“, leitete FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski den informativen Abend in der Rotrunde ein. Und Reinhard Grindel konnte ihm nur beipflichten: „Es ist nicht einfach, ehrenamtlichen Nachwuchs zu sichern, zumal beim Nachwuchs die digitalen Medien eine wichtige Rolle spielen.“

Dennoch hatte der DFB-Boss den ein oder anderen Tipp für die Kreis- und Vereinsvertreter. „Gute, engagierte und qualifizierte Trainer sind für die Vereine wichtig. Sie motivieren Kinder und sind wichtiges Vorbild für das Ehrenamt. Zum anderen muss die Infrastruktur mit beispielsweise Kunstrasenplätzen stimmen, damit die Kinder auch in die Vereine kommen“, erklärte Grindel in einer Talkrunde. Ganz entscheidend sei, dass die Organisation für die Qualifikation stimme. „Nur drei Prozent der Vereine haben eine Strategie, nur zehn Prozent einen Ehrenamtsbeauftragten. Ein Verein, der gut aufgestellt ist, muss sich um Nachwuchs keine Sorgen machen.“

DFB-Boss Grindel rückt in Kamen das Ehrenamt in den Blickpunkt (mit Video)

Der FLVW-Jahresempfang stand unter dem Leitbegriff „Blickpunkt Ehrenamt“. © Stefan Milk

Zu Beginn des Empfangs hatte es ein dickes Lob für die Amateurvereine gegeben. „Wir wissen, wo wir herkommen“, sagte der ehemalige Spieler Grindel vom Rothenburger SV. „Marco Reus ist nicht beim BVB groß geworden, sondern beim Post SV Dortmund. Die 25.000 Vereine sind bei uns die Grundlage für einen riesigen Talent-Pool, aus dem sich die Spieler der Nationalmannschaft und der Bundesliga rekrutieren.“

Gleichzeitig wies Grindel auf eine Neuerung hin: Künftig werden Vereine im Bonus-System berücksichtigt, wenn die neuen Bundesliga-Kicker bereits ab dem sechsten Lebensjahr bei ihnen das Fußballspielen erlernt haben. Bislang schüttete der DFB Bonuszahlungen erst ab dem 14. Lebensjahr aus, doch zu diesem Zeitpunkt haben die meisten talentierten Kicker meist schon ihren Heimatverein verlassen, der so meist leer ausging.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt