Comedian Markus Krebs im Hahnenbalken: „In der Kneipe siehst du sofort, ob ein Witz ankommt“

dzInterview mit Comedian

Comedian Markus Krebs ist ein Kneipenkind, hat eine Kneipe und erzählt am liebsten Witze in der Kneipe. Am Donnerstag hat er das im Hahnenbalken in Werne getan. Im Interview verrät er, warum solch ein Auftritt immer speziell ist.

Werne

, 07.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In geheimer Mission war Comedian Markus Krebs (49) am Donnerstagabend, 6. Februar, in Werne zu Gast. Bei einem Gewinnspiel einer großen Tageszeitung hatte Darko Vukovic von der Kult-Schänke Hahnenbalken den Auftritt des Comedians für seine Kneipe gewonnen.

Zum ersten Mal war Markus Krebs, gebürtiger Duisburger und eingefleischter MSV-Fan, in Werne zu Gast. Ein Auftritt in intimer Atmosphäre einer kleinen Kneipe ist für Markus Krebs - ein echtes Kneipenkind - immer wieder etwas ganz Besonderes, wie er im Interview verrät.

Markus Krebs, Sie sind Meister im Wortwitz. Mit welchem Witz punktet man in jeder Kneipe?

Das ist einfach. Jede Kneipe hat eine Tür und daher... Die Tür schließt manuell, Danke Manuel.

Sie haben selbst eine Fußball-Kneipe. Was macht eine gute Fußball-Kneipe aus?

Ganz klar, eine gute Theke mit dem besten Blick auf den Flatscreen, Bier frisch vom Fass und viele fußballbegeisterte Gäste.

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In Werne sind Sie vor einem kleinen Publikum aufgetreten. Was gefällt Ihnen besser: die große Bühne oder die intime Atmosphäre in einer Kneipe?

Um ganz ehrlich zu sein, ich komme aus der Kneipe und dahin zieht es mich auch immer wieder. An der Theke habe ich meine ersten Witze erzählt und gemerkt: Oh, mir hören ja viele Leute zu.

Die großen Bühnen erzeugen auch mal einen Tropfen der Freude im Höschen. Dass ich einmal dort stehen würde, hätte ich nie gedacht und ich bin für jeden Tag dankbar, dass so viele Leute kommen. Ich genieße es, solange ich es kann.

Was macht einen Auftritt vor kleinem Publikum wie jetzt im Hahnenbalken in Werne so speziell?

Du siehst direkt, ob ein Witz ankommt oder nicht. Du siehst direkt in die Gesichter und wenn du einen siehst, der nicht lacht, dann gebe ich alles dafür, dass er gleich lacht.

In der Kneipe, in der Sie aufgetreten sind, gab es kein König Pilsener vom Fass. Wie halten Sie das als Ur-Duisburger überhaupt aus?

Ich bin Duisburger und mit Köpi aufgewachsen. Natürlich gehört Köpi zum Grundernährungsmittel eines jeden Duisburgers. Natürlich bin ich ein Köpi Kind, aber ich probiere auch gerne mal etwas neues aus, sofern es kein Veltins ist.

Werne liegt zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet. Wie können Sie sowohl beim Münsterländer als auch beim Ruhrpottler punkten?

Da sehe ich keine Probleme. Egal ob Ruhrgebiet oder Münsterland. Im Humor sind sie sich doch sehr ähnlich und es macht Spaß dort überall zu spielen.

Woher nehmen Sie generell die Ideen für Ihre Programme?

In der Regel kommen mir die Ideen beim Autofahren, in der Natur, in der Kneipe oder sonst wo. Ich schreibe sie mir dann schnell auf und baue sie in eine Geschichte. Meine Freundin Jacky hilft mir dabei. Und da sie genauso panne wie ich denkt, passt das ganz gut. Im Moment schreibe ich schon das neue Programm, was dann 2021 kommt.

Zum Abschluss: Vervollständigen Sie diesen Satz: Ein Leben ohne Kneipe wäre…

...ein Verlust an Tradition.

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