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Cobras“ wollen als Underdog durchstarten

dzHandball

Aufgrund der ersten Ferienwochen, in denen praktisch alle Sporthallen im heimischen Handballkreis geschlossen waren, schraubten die höherklassig aktiven Teams von Oberliga bis Bezirksliga ihr Pensum zuletzt etwas zurück. Bei Hallentemperaturen von teilweise über 40 Grad ein durchaus willkommener Umstand bei den Mannschaften.

Kreis Unna

, 03.08.2018 / Lesedauer: 4 min

Spätestens mit Monatsbeginn August wird es aber wieder ernst: Die heiße Phase der Saisonvorbereitung hat begonnen und das klassenunabhängig.

Die Augen werden in 2018/2019 besonders auf den SuS Oberaden gerichtet sein. Mit den Grün-Weißen stellt der Kreis Unna zum ersten Mal nach vier Jahren wieder einen Oberligisten. Nach dem ebenso späten wie verdienten Aufstieg in das Handball-Oberhaus Westfalens in der Relegation hatten sich die „Cobras“ zunächst eine schöpferische Pause gegönnt, ehe in der zweiten Juni- und ersten Julihälfte bereits viel gearbeitet wurde. Das Fazit der ersten Phase fiel allerdings eher durchwachsen aus, wie Spielertrainer Alexandros Katsigiannis erneut betonte: „Die ersten Wochen sind so an uns vorbeigeflogen. Auf der einen Seite haben wir im individuellen Bereich wirklich gut gearbeitet, konnten in Sachen Athletik und Fitness einiges tun. Das Gruppentaktische ist dabei allerdings deutlich auf der Strecke geblieben. Im Kleingruppenspiel hatten wir uns durchaus mehr vorgenommen, sind aber arbeits-, urlaubs- und verletzungsbedingt immer wieder zurückgeworfen worden.“

Die Testspiele gegen teilweise klassenhöhere Teams gingen verloren, was für Katsigiannis aber nur die logische Konsequenz der Trainingsarbeit war: „Die Spiele gegen Soest und Volmetal waren trotz zahlreicher Ausfälle voll ok. Aber es ist schwierig, aus diesen Partien irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Wir wollen die kommenden vier Wochen möglichst gut nutzen, um wieder richtig gut zusammenzufinden“, so der spielende Coach, der beim SuS in seine dritte Saison geht. Als Gewinner der ersten Vorbereitungsphase bezeichnete Katsigiannis den wiedergenesenen Rückraumspieler Tim Braach, auch die Neuzugänge Nico Wagner und Fabian Maschewski hätten sich bereits ordentlich eingefügt. Der nächste ernsthafte Test steht am 10. August (19 Uhr) in der Römerbergsporthalle an, wenn Drittligist SG Menden Sauerland vorbeischaut. „Wir werden in der ganzen Oberliga als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt werden. Umso motivierter werden wir in den kommenden Wochen sein, um unseren Gegnern das Gegenteil zu beweisen“, gab sich Katsigiannis vor den wichtigen August-Wochen kämpferisch. Verzichten müssen die „Cobras“ dabei und voraussichtlich bis in den Oktober hinein auf Lauris Hajduk, der sich aufgrund einer Daumenverletzung einer Operation unterziehen musste und den Meisterschaftsstart definitiv verpassen wird.

Einen etwas größeren personellen Umbruch hat der Verbandsligist HC TuRa Bergkamen zu bewerkstelligen. Mit Darius Nowaczyk, Lars Kröllken und Christopher Müller weiß der HCT drei externe Neuzugänge in seinen Reihen, außerdem wird Mirko Kauer nach langer Verletzungspause wieder voll einsteigen. Nachdem die Mannen von Thomas Rycharski im Juni aufgrund der geschlossenen Halle ebenfalls eine Handballpause einlegten, ist das Pensum in dieser Woche wieder deutlich nach oben geschraubt worden. Samstag (14 Uhr) bei den Sportfreunden Loxten) und Sonntag (15.30 Uhr gegen die Ahlener SG II) stehen noch weitere Testspiele an, nach denen Rycharski ein Zwischenfazit ziehen kann. Der TuRa-Trainer lobte zuletzt die Trainings- und Leistungsbereitschaft seiner Mannen, die in der Verbandsliga wieder in die Staffel 2 zurückgekehrt ist und daher künftig wieder deutlich weniger Reisekilometer zu den Auswärtsspielen absolvieren muss.

Zwei Klassen tiefer als der HC TuRa hat auch die SGH Unna Massen in Sachen Trainingsintensität und –umfang wieder auf volle Belastung hochgeschaltet. Nachdem in den letzten Wochen viel im läuferischen Bereich gearbeitet wurde, ist die Mannschaft von Trainer Stefan Rust nun ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Derzeit gehören noch rund 20 Spieler dem Team an, welches in den Wochen bis zum Ligastart noch um drei bis vier Akteure reduziert werden soll. „In den kommenden 14 Tagen sollen Entscheidungen fallen“, bestätigte SGH-Coach Stefan Rust. Der Unnaer Trainer wird künftig übrigens mit Mathias Uhlenbrock als Spielertrainer zusammenarbeiten. Der oberligaerfahrene Rückraumspieler übernimmt die Aufgaben von Dirk Düllmann, der sein Amt nicht weiter ausführen wird. Für das neue Spieljahr hat sich Unna einiges vorgenommen, auch beim Blick auf die Konkurrenz: „Die Bezirksliga wird immer mehr zu einer besseren Kreisliga. Das war schon im letzten Jahr so und wird sich noch weiter fortsetzen, auch weil von oben dieses Mal nichts dazugekommen ist“, vermutet Rust, der noch weitere personelle Veränderungen bekanntgab. Nicht mehr zur Mannschaft gehören demnach Sascha Borowski (TVG Kaiserau) und Alexandrino Ivanilson (RSV Altenbögge II), während sich Marco Renzel (TuS Jahn Dellwig), Pascal Mainka und Sven Keller (beide 2. Mannschaft) der Rust-Truppe angeschlossen haben.

SuS Oberaden lädt ein

Am 10. August haben die Oberliga-Handballer des SuS Oberaden in die Römerbergsporthalle eingeladen. Zunächst findet um 19 Uhr das Testspiel gegen den Drittligisten SG Menden Sauerland statt. Im Anschluss wollen die „Cobras“ mit ihren Anhängern den Aufstieg in die höchste Spielklasse Westfalens feiern. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt sowohl zum Vorbereitungsspiel als auch zur anschließenden Feier ist frei.

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