„Service-Komponente ausbauen“: Geschäftsführer wünscht sich mehr Komfort im Werner Krankenhaus

Christophorus-Krankenhaus

Zum jährlichen Wirtschaftsgespräch kam die IHK-Spitze am Mittwoch im Christophorus-Krankenhaus zusammen. Man setzt auch in Zukunft auf den Standort in Werne – am liebsten mit mehr Service.

Werne

, 29.08.2019, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Service-Komponente ausbauen“: Geschäftsführer wünscht sich mehr Komfort im Werner Krankenhaus

Das Christophorus-Krankenhaus war Gastgeber des diesjährigen IHK-Wirtschaftsgesprächs. © Stephan Schütze

Jedes Jahr besucht die IHK-Spitze (Industrie- und Handelskammer zu Dortmund) ein anderes Unternehmen in Werne, um sich mit der lokalen Wirtschaft auszutauschen.

In diesem Jahr kam man im Christophorus-Krankenhaus zusammen – denn, so machte es Clemens Galuschka, Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Lünen/Werne am Mittwoch (28. August) einmal mehr klar: Das Krankenhaus ist nicht nur eine Einrichtung zur gesellschaftlichen Daseinsvorsorge, sondern ein Wirtschaftsunternehmen mit Partikularinteressen.

Christ: „Krankenhaus ein wichtiger Player in der Region“

Dass man weiterhin auf die beiden Standorte in Lünen und Werne setzt, stehe außer Frage. Dem vergewisserte sich am Mittwoch Bürgermeister Lothar Christ und betonte: „Das Krankenhaus gehört zu den vier größten Arbeitgebern in der Stadt, es ist ein wichtiger Player in der Region.“

Werne, so stieg Galuschka mit ein, sei der Player in Sachen Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie, ansonsten aber der klassische Grundversorger. Seit 2018 fungiert es als Wirbelsäulenzentrum und war damit das erste zertifizierte Krankenhaus in diesem Bereich im Kreis Unna.

„Service-Komponente ausbauen“: Geschäftsführer wünscht sich mehr Komfort im Werner Krankenhaus

Kamen am Mittwoch (28. August) zum IHK-Wirtschaftsgespräch im Christophorus-Krankenhaus in Werne zusammen (v.l.): IHK-Regionalbetreuer Patrick Voss, IHK-Geschäftsführer Ulf Wollrath, Axel Weinand (Geschäftsführer Katholisches Klinikum Lünen/Werne), Jan Höttcke (IHK-Vertreter aus Werne), IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Adelheid Hauschopp-Francke (IHK-Vertreterin aus Werne), Bürgermeister Lothar Christ und Clemens Galuschka (Geschäftsführer Katholisches Klinikum Lünen/Werne). © Stephan Schütze

„Das Krankenhaus in Werne wird es in 15 Jahren noch geben“, prognostizierte Galuschka auf Nachfrage. Auch wenn er mit Spannung den Entwurf des neuen NRW-Krankenhausplans erwarte, dem wohl die Reduzierung der Krankenhausstandorte voranstehen wird.

„Brauchen eine Patientenakte von der Wiege bis zur Bahre“

Am 9. August hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bereits seine Pläne zur Errichtung eines Virtuellen Krankenhauses in Nordrhein-Westfalen vorgestellt – eine digitale Plattform, die künftig die fachärztliche Expertise landesweit bündeln und besser zugänglich machen soll. In Sachen Digitalisierung hatte Clemens Galuschka am Mittwoch eine klare Meinung: „Wir brauchen eine Patientenakte von der Wiege bis zur Bahre.“

Jetzt lesen

Was man noch braucht, sei ein besserer Service im Christophorus-Krankenhaus. „Räumlich sind wir gut aufgestellt, aber die Servicekomponente könnten wir ausbauen“, sagte Galuschka und verwies etwa auf Hotelfachkräfte im Krankenhausbetrieb.

So rüsten immer mehr Krankenhäuser einzelne Abteilungen auf. Mit den Einnahmen aus Service und Preis wird auch der reguläre Betrieb finanziert. Wo man wieder beim klassischen Wirtschaftsunternehmen ist.

IHK-Studie zur Gesundheitswirtschaft

Grundsätzlich, so machten es IHK-Geschäftsführer Ulf Wollrath und IHK-Referent Patrick Voss deutlich, sei die Gesundheitsindustrie ein starker Faktor im Kreis Unna. Wollrath und Voss hatten am Mittwoch die neue IHK-Studie „Die Gesundheitswirtschaft“ vorgestellt, die einen Überblick über die Struktur und Bedeutung dieser Branche im Westfälischen Ruhrgebiet geben soll.

Besonders hervorzuheben sei für Werne etwa die Anzahl der Apotheken. Ging sie in Deutschland zuletzt immer weiter zurück, so „haben wir stagnierende Zahlen im Kreis Unna“, sagte Voss. „Und Werne steht mit neun Apotheken besonders gut da. In Werne versorgt eine Apotheke rund 3300 Einwohner, in NRW müssen durchschnittlich 4250 Einwohner je Apotheke versorgt werden.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Versuch in der Landwirtschaft

Maisfeld ohne Pflanzenschutz: So überraschend groß sind die Unterschiede in der Ernte

Hellweger Anzeiger Autos in Spielstraßen

„Ich werde mich bessern“: Kita-Kinder kontrollieren mit der Polizei Raser in der Spielstraße

Hellweger Anzeiger Umgang mit Reptilien

Wenn die Schlange flüchtet: So geht die Stadt Werne mit entwischten, exotischen Tieren um

Hellweger Anzeiger Gastronomie im Solebad

Strobels im Solebad: Haben sich die Ängste der Nachbarn über Lärm bestätigt?

Hellweger Anzeiger Tattoo-Entfernung

Tattoo-Entfernung bald nur noch beim Arzt: Das sorgt für Sorgen bei Werner Kosmetik-Studio

Meistgelesen