Chinesen machen sich in Cappenberg in Sachen Bio schlau

Hochrangige Delegation

Nach der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung Chinas sind nun die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Fokus gerückt. Unsere Region spielt eine Rolle dabei.

Selm

21.10.2018, 06:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Chinesen machen sich in Cappenberg in Sachen Bio schlau

Moritz Spahn zeigt die Ergebnisse des Bio-Möhrenanbaus. © Günther Goldstein

Eine hochrangige chinesische Delegation hat von Düsseldorf aus unsere Region besucht. Gleich am dritten Tag führte sie der Weg nach Cappenberg zu einem Besuch des Biogutes Schulze Altcappenberg. Hier wollten sich die Fachleute des Ministeriums für Landwirtschaft, von Akademien und Instituten aus verschiedenen chinesischen Provinzen den Biologischen Anbau zeigen lassen.

Modernste Einrichtung

Chinesen machen sich in Cappenberg in Sachen Bio schlau

Moritz Spahn erläutert die Abläufe in der Verpackungsstraße für Möhren bei Abenhardt in Datteln. © Günther Goldstein

Moritz Spahn, Betriebsleiter am Biogut, begrüßte die Gäste aus Fernost zunächst in Datteln im Betrieb Abenhardt, der mit modernsten Einrichtungen die Vermarktung der angebauten Sorten durchführt. Dann ging es zum Hof nach Cappenberg, wo die Gruppe von Dr. Heinrich Schulze Altcappenberg in Empfang genommen wurde.

Sehr zur Freude der Besucher durften sie auch einen Blick in das über 200 Jahre alte Wohngebäude werfen und sich das historische Mobiliar erklären lassen. Viele Selfies wurden besonders in dem kleinen Jagdzimmer gemacht, in dem, wie sie erfuhren, schon der Freiherr-vom-Stein gesessen hat, um mit dem Bauern bei einem Schnäpschen über die Landwirtschaft zu sprechen.

Aufwendige Handarbeit

Chinesen machen sich in Cappenberg in Sachen Bio schlau

Ob die Biomöhren auch anders schmecken, wollte diese Chinesin wissen. © Günther Goldstein

Auf dem angrenzenden Möhrenfeld bekamen sie dann von Moritz Spahn detaillierte Angaben über die aufwendige Handarbeit während der Wachstumszeit der Möhren. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes in Cappenberg ging es für die Teilnehmer noch zu einem weiteren Highlight, dem Schloss Cappenberg.

Hier hatten sie in Dr. Schulze Altcappenberg genau den richtigen „Reiseführer“, denn der Professor für Kunsthistorik konnte ihnen viel zur Geschichte der Anlage erzählen.

Viele Fragen

Den Besuchern imponierten auch die vielen alten Bäume, die sich im Herbstlaub und dem warmen Sonnenlicht besonders schön präsentierten. In der Kegelbahn ging es dann noch einmal um die vielen Fragen, die die Gäste aus China im Gepäck mitgebracht hatten: Welchen Entwicklungsstand und Trends, welche Normen, Standards, gesetzliche Bestimmungen und Kontrollmechanismen gibt es im Bereich der Landwirtschaft in Deutschland? Wie funktionieren hier Biogasanlagen, was wird mit biologischen Abfällen gemacht und wofür werden Fördermittel bereitgestellt?

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