Chef der belgischen Atomaufsicht: Betonprobleme unterschätzt

Die Betonprobleme an den belgischen Atommeilern sind nach Ansicht der nationalen Atomaufsicht Fanc lange unterschätzt worden. Man habe die Lage so eingeschätzt, dass der Verfall des Betons keine Auswirkungen auf die Beschaffenheit der Anlage habe, sagte Fanc-Geschäftsführer Frank Hardeman nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga am Dienstag in Brüssel. Seine Behörde werde das Problem nun „proaktiv“ angehen.

02.10.2018, 19:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Chef der belgischen Atomaufsicht: Betonprobleme unterschätzt

Chef der belgischen Atomaufsicht: Betonprobleme lange unterschätzt. Foto: Oliver Berg/Archiv

Belgien hat sieben Atommeiler an zwei Standorten, Doel im Norden des Landes und Tihange im Osten. Fünf von ihnen sind derzeit unter anderem wegen des maroden Betons zur Wartung abgeschaltet. Die pannenanfälligen belgischen Atommeiler sind für Deutschland immer wieder Grund zur Sorge. Der Standort Tihange liegt bei Lüttich, rund 65 Kilometer südwestlich von Aachen. Die Reaktoren in Doel sind etwa 140 Kilometer von Aachen entfernt.

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