Rabattaktionen helfen Ceconomy kaum

Trotz großangelegter Rabattaktionen in Deutschland und Italien laufen die Geschäfte beim Elektronikhändler Ceconomy mit seinen Ketten Media Markt und Saturn zurzeit eher schlecht als recht. Sogar das lange Zeit wachstumsstarke Online-Geschäft wuchs im dritten Quartal kaum noch, wie das Unternehmen am Dienstag bei der Präsentation der Quartalszahlen mitteilte. An der Börse sorgt das für Sorgenfalten. Die Ceconomy-Aktie verlor nach der Bekanntgabe der Zahlen zunächst mehr als 10 Prozent an Wert.

13.08.2019, 07:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Insgesamt stagnierte der Umsatz des Elektronikhändlers im dritten Quartal bei 4,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungsschwankungen sowie Zu- oder Verkäufe erzielte Ceconomy damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gerade einmal ein Umsatzwachstum von 0,2 Prozent. Dabei lockte der Konzern die Kunden in Deutschland und Italien mit aufwendigen Mehrwertsteuer-Aktionen in die Läden. Außerdem kurbelte die Verschiebung des Ostergeschäftes in den April die Umsätze an. Allerdings hatte der Konzern im vergangenen Jahr von der Fußballweltmeisterschaft profitiert.

Schwach entwickelte sich im 3. Quartal vor allem das Online-Geschäft. Hier konnte Ceconomy nach den zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen Quartale nur noch ein Plus von 1,7 Prozent vermelden. Als Gründe dafür nannte der Konzern die hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr, als die Mobilfunkkampagne „Tarifsensation“ sehr erfolgreich gewesen sei, aber auch die Ausweitung der Lieferkosten auf weitere Produktkategorien.

Der operative Verlust (Ebit) fiel mit 126 Millionen Euro gut vier Mal so hoch aus wie im Vorjahr. Einen großen Anteil daran hatten die Kosten für das laufende Sparprogramm, die Ceconomy auf 80 Millionen Euro bezifferte. Doch auch der scharfe Wettbewerb machte sich hier bemerkbar.

Unter dem Strich fiel der Verlust zwischen April und Juni mit 50 Millionen Euro allerdings um 171 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr. Der Hintergrund: Im Vorjahr war das Ergebnis durch Wertberichtigungen auf die Metro-Beteiligung der Ceconomy belastet worden. Im laufenden Jahr hatte dagegen der Verkauf der verbliebenen Metro-Anteile zusätzliche Mittel in die Kasse gespült.

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