Cannavaro bei Gericht: Berater an Modeste-Wechsel beteiligt

Im Zivilstreit zwischen dem Bundesligisten 1. FC Köln und einem Spielerberater um den Transfer von Stürmer Anthony Modeste nach China hat der ehemalige Weltmeister Fabio Cannavaro am Dienstag ausgesagt, dass er nicht an den Vertragsverhandlungen beteiligt gewesen sei. Der Kapitän des italienischen Teams bei der Fußball-WM 2006 sagte aber, dass seiner Ansicht nach ein Berater „eine große Rolle in dem Deal gespielt habe“. Dieser Berater hat den Bundesligisten auf zwei Millionen Euro Provision verklagt. Er behauptet, entscheidend an dem Transfer von den Rheinländern zum chinesischen Club FC Tianjin beteiligt gewesen zu sein. Die Kölner bestreiten das.

08.10.2019, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Cannavaro bei Gericht: Berater an Modeste-Wechsel beteiligt

Anthony Modeste. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Cannavaro, der von 2016 bis 2017 Trainer des chinesischen Clubs war, sagte, dass der Spielerberater ihn erst auf Modeste aufmerksam gemacht habe. Modeste war 2017 für eine Summe zwischen 30 und 35 Millionen Euro nach China gewechselt und 2018 zurückgekehrt.

Cannavaro ist in dem Prozess ein wichtiger Zeuge für den Kläger. Das Gericht hatte in einem ersten Verhandlungstermin im Januar 2019 durchblicken lasse, dass es durchaus einen berechtigten Anspruch des Klägers auf die Provision erkenne. Hierzu müsse der Spielerberater aber beweisen, dass er eine „entscheidende Rolle“ bei dem Transfer gespielt habe.

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