CDU will Parkplätze an der Konrad-Adenauer-Straße retten - SPD widerspricht

Konrad-Adenauer-Straße

Die CDU will den Beschluss zur Erneuerung der Konrad-Adenauer-Straße prüfen lassen. Streitpunkt ist hier der Radweg, für den Parkplätze wegfallen müssen. Die SPD widerspricht.

Lünen

, 25.09.2019, 11:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
CDU will Parkplätze an der Konrad-Adenauer-Straße retten - SPD widerspricht

Aus dem kostenlosen Parkstreifen an der Konrad-Adenauer-Straße soll ein Radweg werden. Das ist für Autofahrer, die berufsbedingt hier parken, keine gute Nachricht. © Goldstein

Gegen die Stimmen von CDU und FDP hatte der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung am 12. September für die Erneuerung der Konrad-Adenauer-Straße gestimmt. Da es sich um einen Beschluss in eigener Zuständigkeit handelt, muss der Rat hier nicht mehr zustimmen. Die CDU sieht das jedoch anders.

Im Haupt- und Finanzausschuss hatten die Christdemokraten bereits die Prüfung des Beschlusses beantragt. Nach Auffassung der CDU handelt es sich hier nämlich „um einen Entwurfsplan zum Ausbau von Straßen-, Geh- und Radwegen“. Und eine solche „Neuverteilung der Verkehrsfläche“ falle allein in die Zuständigkeit des Stadtentwicklungsausschusses.

Bisheriger Radweg laut CDU „problemlos befahrbar“

Überhaupt hätte der Stadtentwicklungsausschuss eine Empfehlung an den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung gegeben, die eine Beibehaltung der Parkplätze nach der Sanierung der Konrad-Adenauer-Straße vorsah. Doch dann sei dort der „Schutzstreifen für Radfahrer“ beschlossen worden, „weil die SPD auf einmal völlig gegenteilig beschlossen hat“, echauffieren sich die Christdemokraten.

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Man hoffe nun, dass die Verwaltung zur gleichen Einschätzung kommt - und den Beschluss kippt - zumal es an dieser Stelle ja schon einen Radweg gebe, der aus Sicht der CDU „gut geschützt und problemlos befahrbar auf dem Bordstein“ ist.

Die SPD widerspricht in Person von Rüdiger Billeb: „Der bisher als Radweg an der Konrad-Adenauer-Straße bezeichnete Streifen ist kein Radweg, weil er keinerlei Normen erfüllt“, schreibt er auf Facebook.

SPD: Zu Gunsten des Radverkehrs entscheiden

Die wegfallenden Parkplätze brächten nachvollziehbar Nachteile für die bisherigen Nutzer, aber es gebe bereit zahlreiche Pendler, die heute schon - auch kostenpflichtig - an anderer Stelle parken: „Hier gilt es abzuwägen - in diesem Fall meines Erachtens zu Gunsten des Radverkehrs, dem wir mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Lösung auf dieser Verbindung bessere Verhältnisse bieten können“, so Billeb.

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Die Entscheidung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung hatte gerade in den sozialen Netzwerken kontroverse Diskussionen ausgelöst. Während Radfahrer die Entscheidung als Signal einer „fahrradfreundlichen Stadt Lünen“ begrüßten, äußerten vor allem Pendler Kritik an den wegfallenden Parkmöglichkeiten.

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