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CDU und FDP im Landtag bringen Lüner IGA-Pläne ins Wanken

IGA 2027

Die IGA 2027 kommt und soll auch in Lünen bleibende Spuren hinterlassen. Unklar ist aber, wie die Projekte bezahlt werden. CDU und FDP haben den Hoffnungen im Landtag einen Dämpfer verpasst.

Lünen

, 20.07.2018
CDU und FDP im Landtag bringen Lüner IGA-Pläne ins Wanken

Der Preußenhafen, der Horstmarer See – beides soll Ort der IGA 2027 werden. Ob es so kommt, hängt auch davon ab, ob das Land ausreichend Gelder zur Verfügung stellt. © Foto Neubauer

Die Stadt knüpft viele Hoffnungen an die IGA 2027. Attraktive Projekte sollten Ausflugsziele in Lünen besser miteinander verknüpfen – und ganz neue Ausflugsziele schaffen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Victoria-Brache, die abseits aller Forensik-Diskussionen als Landschaftspark aufgewertet werden soll. All das hängt aber auch an Fördergeldern. Und die sollten idealerweise aus Töpfen kommen, die das Land NRW den Kommunen für die Projekte extra zur Verfügung stellt.

Nur: Genau das soll nicht passieren, geht es nach den Fraktionen von CDU und FDP im Landtag. Die Regierungsfraktionen hatten Mitte Juli einen Antrag eingebracht, in dem es heißt: „Die Finanzierung der IGA erfolgt durch die bereits vorhandenen Förderprogramme.“ Und weiter: „Die beteiligten Kommunen müssen sich durch entsprechende Ratsbeschlüsse zu den Projekten und ihrer anteiligen Finanzierung bekennen.“ Das klingt, aus kommunaler Sicht, teuer.

Noch in der Planungsphase

Diese Diskussionen sind auch im Lüner Rathaus angekommen. Das generelle „Go“ zur IGA 2027 habe es gegeben vom Land, sagt Frank Knoll, persönlicher Referent des Bürgermeisters, am Freitag auf Anfrage. Was die Finanzierung angeht: Die Stadt befinde sich noch in der Planungsphase und warte erst einmal ab, was in Düsseldorf weiter beschlossen wird. In der Tat soll dort bis Oktober endgültig Klarheit in der Sache geschaffen werden.

Neues Geld, altes Projekt

Frank Knoll sieht für Lünen zwei Wege, doch noch ans IGA-Ziel zu kommen. Erstens: Die Stadt plant weiter und das Land entschließt sich doch noch, neue Fördermittel zur Verfügung zu stellen. Zweitens: Die Stadt plant weiter und das Land baut schon vorhandene Fördertöpfe aus. „Da müssten wir dann in Verhandlungen treten.“ Erweitert werden könnte beispielsweise das Projekt „Stadtgartenquartier“, das bisher auf den Bereich rund um die Münsterstraße zielt – also auf die direkte Nachbarschaft der Victoria-Brache. Die Mittel aus dem Projekt sind schon verplant – müssten also noch einmal aufgestockt werden.

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Im Regionalverband Ruhr (RVR) hatte es für die finanzielle Zurückhaltung des Landes schon Kritik gegeben: „Das wird die Gartenausstellung in absehbarer Zeit beerdigen“, hatten die Grünen im RVR angemerkt. Sie befürchten, dass so nur noch die Hauptstandorte der IGA wie Dortmund oder Duisburg Aussicht auf Fördergelder haben. Kleiner Standorte – wie Lünen – könnten dann außen vor bleiben, weil sie die nötigen Eigenmittel nicht haben.

Kosten bleiben unklar

Wieviel es am Ende kostet? Ist also noch nicht klar. Ursprünglich waren allein die Lüner Projekte mit Kosten von über 9 Millionen Euro veranschlagt worden. Es ging unter anderem um eine neue Brücke über den Kanal und eine Sanierung des Volksparks Schwansbell und viele weitere Einzel-Projekte. Selbst mit Förderung, hieß es, blieben dann noch 2 Millionen Euro Eigenanteil für die Stadt.