CDU: Sanierung der Holperpiste Am Winkelstück erst in drei bis fünf Jahren

dzStraßenbaubeiträge

Die Straße Am Winkelstück in Villigst ist ein Flickenteppich. Die CDU fordert dennoch, sie nicht zu sanieren. Das ist auch im Sinne der Anwohner. Dafür will man aber den Verkehr bremsen.

Villigst

, 06.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Straße Am Winkelstück in Villigst gilt immer noch als Schwertes schlimmste Holperpiste. Dennoch wollen die Anwohner nicht, dass die Straße zu ihren Lasten saniert wird. Ein erster Vorschlag, wie die Straße ausgebaut werden könnte, den die Stadtverwaltung im Sommer vorlegte, wurde im zuständigen Ratsausschuss von der Tagesordnung genommen.

Jetzt will die CDU das Thema dauerhaft vertagen – zumindest so lange, bis die B236 umgebaut ist und die Umleitungen nicht mehr über Ergste führen. Drei bis fünf Jahre würde das dauern, schätzt man. Das sei notwendig, weil schon jetzt viele Autofahrer das Winkelstück als Schleichweg nutzen, wenn die Autobahn dicht ist, argumentieren die Anwohner.

Allerdings müsse die Straße dann zur Verkehrssicherheit mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung versehen werden, so die CDU. „Auf der gesamten Länge zwischen der Kreuzung Am Winkelstück/Elsetalstraße und der Eisenbahnunterführung ist die Geschwindigkeit auf 30 km/h festzulegen“, so der Antrag der CDU. Außerdem soll zwischen der Eisenbahnunterführung und der Straße Am Ziegelofen ein absolutes Halteverbot erlassen werden.

SPD fordert Abschaffung der Beiträge

Im Sommer hatten die Nachbarn allerdings auch noch gehofft, dass die neue Landesregierung die Straßenbaubeiträge ganz abschafft. Das fordert zwar die SPD im Landtag, die aktuelle Mehrheit entschied aber im Dezember, das System zwar zu reformieren und die Bürger zu entlasten, jedoch nicht die Kostenumlage komplett abzuschaffen.

Man müsse ohnehin erst warten, bis das Gesetz auch in der Beitragsordnung der Stadt Schwerte umgesetzt ist, so CDU-Ratsfrau Bianca Dausend, die den Antrag unterzeichnet hat.

Bürgerinitiative fordert die Verschiebung der Sanierung

Mit ihrem Antrag kommt die CDU den Forderungen der Bürgerinitiative Am Winkelstück in großen Teilen nach. Die hatte nämlich eine Verschiebung der Baumaßnahme gefordert. Zusätzlich sollen nach Auffassung der Nachbarn im Vorfeld Baufirmen, die hier Flickwerk abgeliefert hätten, ihrer Gewährleistungspflicht nachkommen.

Und natürlich engagiert sich die Villigster Bürgerinitiative auch für die komplette Abschaffung des Paragrafen 8 des Kommunalabgabengesetzes, in dem die Beiträge geregelt sind.

Die Bürgerinitiative trifft sich am Dienstag, 21. Januar, um 18 Uhr im Pfarrheim St. Thomas Morus in Villigst zur Jahresmitgliederversammlung. Der Planungsausschuss, in dem der Antrag behandelt werden soll, kommt am Dienstag, 4. Februar, um 17 Uhr, im Rathaus zusammen.

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