Busfahrer fährt an brennendem Auto vorbei: Polizei ermittelt

Die Polizei in Mettmann ermittelt gegen einen Busfahrer, der an einem brennenden Auto einfach vorbeigefahren sein soll. Es müsse zunächst geklärt werden, wer den Bus an dem Unfallwagen vorbeisteuerte, anstatt anzuhalten und zu helfen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. „Wir sind der Meinung, dass so etwas nicht geht.“ Ermittelt werde wegen unterlassener Hilfeleistung.

24.10.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Busfahrer fährt an brennendem Auto vorbei: Polizei ermittelt

Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Das Auto einer 86-Jährigen war am Dienstag in Brand geraten. Die Frau hatte mit ihrem Wagen zuvor eine Leitplanke touchiert. Anschließend gab es ein Feuer im Motorraum. Eine zufällig vorbeikommende Passantin wurde nach Polizeiangaben Zeugin des Unfalls und bat den Busfahrer um Hilfe, der gerade mit seinem Linienbus vorbeifuhr.

„Anstatt den Brand mit einem im Bus befindlichen Feuerlöscher zu bekämpfen, versuchte der Busfahrer jedoch, möglichst schnell weiterzufahren“, erklärte die Polizei. Um sich Platz zu verschaffen, habe der Fahrer den Motor des Busses mehrmals aufheulen lassen. Zudem habe er Fahrgäste nicht aussteigen lassen, die helfen wollten. Der Unfall sei nicht sein Problem, habe der Fahrer gesagt. Schließlich wurde der Brand von einem weiteren Busfahrer, der die Unfallstelle erreichte, gelöscht.

Die in Mettmann verkehrende Rheinbahn teilte am Donnerstagvormittag mit, dass ihr der Vorfall nicht bekannt sei. „Üblicherweise kommt in solchen Fällen die Polizei für die Ermittlung auf die Rheinbahn zu. Das ist bis jetzt nicht geschehen, dauert in der Regel aber auch ein paar Werktage“, hieß es in einer Stellungnahme.

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