Busanbindung für das Lippewerk: Lüner Rat findet eine Lösung

Lippewerk Lünen

Die zunächst ausgearbeitete Lösung, das Lippewerk per Shuttlebus an die Linie C1 anzubinden, hatte der Lüner Hauptausschuss zurückgewiesen. Nun haben sich Stadt, Kreis Unna und Politik geeinigt.

Lünen

, 13.10.2018, 07:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Busanbindung für das Lippewerk: Lüner Rat findet eine Lösung

1500 Menschen arbeiten im Lippewerk. Nun soll der Remondis-Standort doch eine eigene Buslinie bekommen. © Goldstein

Der größte Arbeitgeber in Lünen hat keine eigene Bushaltestelle, geschweige denn eine adäquate Verbindung zum öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). Somit müssen die 1500 Angestellten des Remondis-Lippewerks in Lippholthausen anderweitig zur Arbeit kommen - mehrheitlich fällt die Wahl auf das Auto. Die Stadt Lünen will das ändern und hat deshalb mit dem Kreis Unna und in Abstimmung mit Remondis eine Lösung ausgearbeitet.

Diese Lösung war im Haupt- und Finanzausschuss krachend durchgefallen. Stattdessen forderte die Politik, dass die Buslinie C1 künftig eine Schleife zum Lippewerk fährt, oder aber Lippholthausen über eine gänzlich neue Buslinie an den Hauptbahnhof und die U41 in Brambauer angebunden wird. Das wiederum brachte Landrat Michael Makiolla und den Kreistag auf die Palme, weil diese Lösung statt 140.000 Euro nun 300.000 Euro kosten würde. Ein Großteil dieser Kosten würde über die VKU-Umlage anderen Kommunen im Kreis aufgedrückt.

Zwei Jahre Vorlaufbetrieb

Am Donnerstag (11. Oktober) präsentierte die Stadtverwaltung eine neue Lösung, mit der offensichtlich alle Beteiligten gut leben können. Zumindest stimmte der Rat bei zwei Enthaltungen (die beiden Kreistagsmitglieder Brigitte Cziehso/SPD und Kunibert Kampmann/GFL) einstimmig für den Vorschlag, der tatsächlich die Schaffung einer neuen Buslinie vorsieht. Diese Linie soll den Lüner Hauptbahnhof und den Verkehrshof in Brambauer verbinden und eine Schleife durch das Gewerbegebiet Lippholthausen fahren. „Zunächst ist ein Vorlaufbetrieb über zwei Jahren angedacht“, erklärte der Technische Beigeordnete Arnold Reeker im Rat. Dies sei bei neuen Linien üblich. „Laut VKU werden die meisten Linien anschließend in den regulären Plan übernommen.“

Vorteil des Vorlaufbetriebs: Die Kosten (zwischen 280.000 und 300.000 Euro jährlich) teilen sich die Stadt Lünen und der Kreis Unna, andere Kommunen sind also raus aus der Nummer. Brigitte Cziehso ließ durchblicken, dass auch der Kreistag mit dieser Lösung leben kann. „Allerdings muss die Variante alle Gremien des Kreises neu durchlaufen.“ Trotzdem rechnet die Stadt damit, dass die neue Linie zum 1. Mai 2019 an den Start gehen könnte.

Politischer Handlungsspielraum ist eingeschränkt

Stadtkämmerer Uwe Quitter warnte, dass die Mehrausgaben in den kommenden beiden Jahren den „politischen Spielraum bei der Haushaltsplanung deutlich einschränken“ würden. Er halte die neue Linie dennoch für absolut sinnvoll. Ins gleiche Horn stieß auch Herbert Jahn (CDU): „Die Stadt erstickt im Berufsverkehr, und deshalb brauchen wir einen attraktiven ÖPNV. Das sollte es uns wert sein.“

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