Bundeszuwanderungsrat kritisiert Nationalitäten-Nennung

Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat kritisiert die geplante Nennung der Nationalität von Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen. „Ausländer und Migranten fühlen sich an den Pranger gestellt“, sagte der Vize-Vorsitzende Memet Kilic (Grüne) der Zeitung „Die Welt“. In der öffentlichen Wahrnehmung gehe es nur noch um Kriminalität. Es werde nicht mehr thematisiert, dass sie Ärzte, Juristen, Ingenieure, Streetworker stellen.

29.08.2019, 16:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Argument von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), die Nennung sei „das beste Mittel gegen politische Bauernfängerei“, wies Kilic zurück. „Die Bauernfänger werden sich mit der Nennung der Nationalität nicht zufriedengeben“, sagte er. Das Ergebnis werde „eine Spirale von Stigmatisierungen“ sein. Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat ist der Zusammenschluss der Landesarbeitsgemeinschaften der kommunalen Integrations-, Migrations- und Ausländerbeiräte.

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