Bürgermeister kündigt Prüfung „nach Recht und Gesetz“ an

Bauantrag

Bergkamen

, 02.10.2019, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor knapp zehn Jahren löste die Ankündigung von Scherff, dass er einen Bauantrag für ein Minarett an der Milli-Görüs-Moschee stellen wollte, noch heftige Diskussionen aus. Der damalige Sozialdezernent Bernd Wenske beispielsweise sah durch das damals erste Minarett der Stadt die Integration und das Zusammenleben von Christen und Muslimen gefährdet.

Mittlerweile sieht das anders aus, zumal es sich nicht mehr um das erste genehmigte Minarett handelt. Bürgermeister Roland Schäfer sieht Milli Görüs zwar immer noch kritisch. Die islamische Gemeinschaft ist seiner Meinung nach rechts-konservativ und steht dem Islamismus nahe. Viele Landes-Verfassungsämter haben die Beobachtung von Milli Görüs jedoch mittlerweile aufgegeben.

Entscheidend für Schäfer ist denn auch, dass die Organisation nicht verboten ist. Die Stadt sehe einen möglichen Bauantrag deshalb auch „ganz unaufgeregt“, sagte er. Er versicherte, dass die Stadt den Antrag „nach Recht und Gesetz“ prüfen werde und wie bei anderen Bauherren auch, die Bauberatung übernimmt. Das heißt: Wenn ein Element des Antrags nicht genehmigungsfähig ist, berät die Stadt den Bauherrn, wie er seinen Antrag ändern muss, um eine Genehmigung zu bekommen.

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