Rentner gequält und Haus angezündet: Elfeinhalb Jahre Haft

Für den ungewöhnlich brutalen Raubüberfall auf einen Rentner in Haan hat das Wuppertaler Landgericht bis zu elfeinhalb Jahre Haft verhängt. Es sprach zwei Angeklagte am Donnerstag wegen erpresserischen Menschenraubs, gefährlicher Körperverletzung und Raubes schuldig. Zwei weitere, darunter eine Frau, wurden wegen Beihilfe verurteilt.

22.11.2018, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rentner gequält und Haus angezündet: Elfeinhalb Jahre Haft

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht in Bonn angebracht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der damals 82-Jährige Rentner war Ende Mai 2017 in seinem Haus überfallen, gefesselt sowie stundenlang geschlagen und getreten worden. Die Täter zogen ihn schließlich halbnackt auf die Terrasse seines Hauses, übergossen ihn mit Benzin und zündeten das Gebäude an.

Sie hätten gedroht, ihn umzubringen, hatte das Opfer ausgesagt. Er sei dem Feuertod nur dadurch entronnen, dass er sich gefesselt von der Terrasse auf die Wiese seines Gartens habe rollen können. Es gehe ihm immer noch schlecht, er habe Ärger mit der Versicherung, sein ausgebranntes Haus sei nach wie vor unbewohnbar, hatte er während des Prozesses gesagt.

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