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Ein kurioses Spiel sahen die Zuschauer beim Königsborner 5:8 in Cappenberg. Anschließend hatte KSV-Coach Frank Griesdorn den „Kaffee auf“.

von Ulrich Eckei

Königsborn

, 07.04.2019 / Lesedauer: 5 min

Nach der 5:8-Niederlage in Cappenberg hat KSV-Trainer Frank Griesdorn erklärt, dass er das Traineramt nicht mehr weiter ausüben werde. Gottfried Böcker, Vorsitzender des KSV, erklärte in einer ersten Stellungnahme: „Die Enttäuschung von Frank ist nach der klaren 5:1-Führung und der dann wohl nicht mehr einkalkulierten Niederlage durchaus verständlich. Ich habe seine Kündigung erst einmal zur Kenntnis genommen. Wir werden Montag mit der sportlichen Leistung besprechen, wie es bis zum Saisonende weitergehen wird. Ich möchte gerne, dass Frank sich seinen Schritt nochmals überlegt und bis zum Ende dieses Spieljahres weitermacht.

GS Cappenberg - Königsborner SV 8:5 (1:4).

Es war die 48. Minute angebrochen, als Bremkes das 5:1 für den KSV erzielte. Die Gäste schienen eindeutig auf der Siegerstraße zu sein, zumal das Team auch noch in Überzahl agierte. Cappenbergs Markowski sah in der 38. Minute die Rote Karte wegen Handspiels. Doch was sich dann abspielte, ist wohl kaum zu verstehen. Der KSV agierte weiterhin sehr offensiv und vernachlässigte somit den Defensivbereich. Cappenberg nutzte dies konsequent aus und landete am Ende einen nicht mehr erwarteten 8:5-Erfolg. „Für die Situation nach der 48. Minute habe ich keine Erklärung parat. Vielleicht waren einige Spieler danach zu überheblich“, meinte KSV-Vorsitzender Gottfried Böcker.

Westfalia Wethmar II - SG Massen 2:5 (0:3).

Mann des Tages war Steffen Deutz, der das Spielgeschehen mit einem lupenreinen Hattrick (6., 32., 38.) einleitete und so auch den Pausenstand herstellte. Julian Werth (70.) und Björn Duwe (72.) erhöhten nach dem Wechsel für die spielstarken Gäste, für die trotz Punktgleichheit mit dem TSC Kamen an der Spitze der direkte Vergleich spricht. „Wir haben uns vorgenommen, bis Ostern die maximale Punktausbeute zu holen“, war Trainer Marco Köhler froh über diesen klaren Sieg. „Wethmar hat versucht, das Spiel offensiv mitzugestalten, was uns sehr entgegenkam. Am Ende kam der Gegner sogar noch zu zwei Treffern, als wir die Führung nur noch verwalteten. Das war ärgerlich.“ Ein besonderes Lob sprach der spielende Coach dem Hattrick-Torschützen Steffen Deutz aus: „Das hat er sich verdient, er ein echt gutes Spiel hingelegt.“ Am nächsten Sonntag kommt der TuS Niederaden.

SV Bausenhagen - Kamener SC 3:1 (3:0).

„Das war heute eine tadellose Leistung unserer Mannschaft. Der Sieg geht völlig in Ordnung“, freute sich Bausenhagens Co-Trainer Ulli Neuhaus über den ersten Sieg im Jahre 2019. Die Hausherren übten von Beginn an sehr viel Druck aus und führten bereits nach 16 Minuten durch Erdmann und Neithart mit 2:0. Die Gäste verschliefen die erste halbe Stunde völlig und agierten zudem noch sehr zweikampfschwach. Außerdem fehlte bei einigen Akteuren die absolute Laufbereitschaft. Als der KSC dann langsam aus dem Tiefschlaf zu erwachen schien, stellte Neithart das Resultat per Freistoß sogar auf 3:0. Nach dem Wechsel wurde der Gast aufgrund einer Halbzeitstandpauke des Trainerteams wesentlich stärker, doch die Abwehrreihe der Platzbesitzer stand sehr sicher. Bausenhagen zog sich etwas zurück, hatte aber noch gute Konterchancen durch Gruda und Erdmann. Mit einem verwandelten Elfmeter betrieb Kevin Lehmann dann noch Ergebniskosmetik. „Aufgrund der schwachen Leistung in den ersten 45 Minuten ist die Niederlage gerecht. Damit ist der Meisterschaftszug für uns endgültig abgefahren“, zeigte sich KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski ziemlich sauer. Beim Sieger gefielen Erdmann, Meng und Eisenblätter. Beim Verlierer zeigte lediglich Lenz Normalform, der in der 96. Minute noch die Rote Karte wegen Foulspiels sah.

VfL Kamen - SV Frömern 0:1 (0:1).

„Wir vermissen unsere verletzten Stammkräfte sehr. Insbesondere im ersten Durchgang war es kein guter Auftritt von uns. Trotzdem wäre ein Remis das gerechtere Resultat gewesen“, befand VfL-Trainer Emre Aktas. In einer auf mäßigem Niveau stehenden Begegnung markierte Hutmacher in der 27. Minute nach einem krassen Abwehrfehler der Platzherren das Tor des Tages. Nach dem Seitenwechsel wurde der VfL stärker, und hätte durch Ellerkmann, Tayfun Basyigit und Yasin Öztürk durchaus ausgleichen können. Aber auch Frömern hatte durch Wickfeld, Rachuba und Döring noch gute Chancen. „Wir hätten diese Partie frühzeitiger entscheiden können. So mussten wir aber bis zum Schlusspfiff zittern“, sprach Frömerns Coach Adrian Ruzok von einem verdienten Auswärtserfolg.

TuS Niederaden - SSV Mühlhausen II 5:3 (1:1).

Riesenfreude in Niederaden, denn durch diesen Heimsieg klettert das Team auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Gäste waren zunächst das spielstärkere Team, doch Niederadens Keeper Gillner hielt seine Farben mit zwei Glanzparaden gegen Böhne und Georgiadis im Spiel. Nach dem Wechsel sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch mit sehr vielen Einschussmöglichkeiten. Für die endgültige Entscheidung sorgte Schulze Beckinghausen in der 90. Minute. „Die Hoffnung auf den Klassenerhalt wächst immer weiter. Wir haben das heute sehr gut gemacht und verdient gewonnen“, jubelte Niederadens Coach Amel Mesic. „Über die Leistung in der zweiten Halbzeit sollte man ganz schnell den Mantel des Schweigens legen“, war SSV-Trainer Peter Rentsch sehr enttäuscht.

SV Langschede - BSV Heeren 1:4 (1:2).

Knapp 60 Zuschauer sahen an der Ruhrbrücke eine Begegnung mit vielen Torraumszenen. Die Gäste starteten furios und kamen bereits nach acht Minuten durch den Ex-Langscheder Akteur Honorio zum frühen 1:0. Kurz darauf hatte Wrodarczyk die nächste Möglichkeit, doch sein Schuss wurde von einem Langscheder Spieler rechtzeitig abgeblockt. Auf der Gegeneite schaffte Radzko nach einem krassen Heerener Abwehrfehler das 1:1. Doch die Freude im Langscheder Lager währte nicht lange, denn dem laufstarken Ittermann gelang fast im Gegenzug die erneute Heerener Führung. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel scheiterte Radzko mit einem Kopfball an BSV-Keeper Goldhahn. Kurz darauf verzog Volkmer knapp, ehe dann Joost in Langschedes Keeper Brüggemann seinen Meister fand. Auch im zweiten Durchgang erarbeiteten sich beide Seiten eine Vielzahl an Chancen. Auf Zuspiel von Volkmer traf der eingewechselte Weiss zum 3:1. Dann scheiterte Volkmer per Freistoß an Brüggemann, ehe erneut Weiss wiederum nach Anspiel von Volkmer das Resultat auf 4:1 stellte. Die spektakulärste Situation gab es dann in der 70. Minute zu bestaunen: Goldhahn wehrte einen Freistoß von Vilz ab, den Nachschuss von Krupka lenkte er ebenfalls ab. Auch der dritte Versuch von Büscher landete nicht im Heerener Gehäuse. Kurz darauf visierte Radzko per Kopfball noch den Pfosten an. Aber auch der BSV hätte noch weitere Tore erzielen können, doch Honorio und Weiss verpassten das 5:1. „Das war ein guter Auftrit meiner Mannschaft gegen eine starken Gegner. Der Sieg ist verdient, aber etwas zu hoch ausgefallen“, bemerkte BSV-Trainer Sebastian Eckei und verteilte Bestnoten an Volkmer, Honorio und Weiss. „Die Niederlage ist verdient. Unsere Körpersprache ließ insbesondere in den ersten 45 Minuten zu wünschen übrig“, befand Langschedes Übungsleiter Stefan Kortmann.

TSC-Match abgesagt

Das Spiel des PSV Bork beim TSC Kamen ist ausgefallen. Bork hatte zu viele Ausfälle, um eine Mannschaft stellen zu können. Das teilten die Verantwortlichen keine zwei Stunden vor Spielbeginn mit.

Die Punkte werden kampflos an Kamen gehen. Es ist zu erwarten, dass Staffelleiter Horst Weischenberg das Spiel mit 2:0-Toren für den Tabellenzweiten TSC wertet.

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