Brandstifter zünden zum vierten Mal Container auf Schulhof an

dzMarga-Spiegel-Sekundarschule

Zum vierten Mal innerhalb eines halben Jahres geht ein Abfallcontainer an der Sekundarschule in Flammen auf. Die Polizei vermutet Jugendliche als Feuerteufel. Sorgt ein Schloss für Abhilfe?

Werne

, 13.11.2018, 16:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Alarm für die Feuerwehr geht am Montagabend, 12. November 2018, gegen 20 Uhr ein. Ort des Einsatzes: Marga-Spiegel-Schule, Bahnhofstraße 1. Diese Adresse ist den Feuer-Bekämpfern bestens bekannt.

Vierte Brandstiftung innerhalb von sechs Monaten

Denn seit Juni 2018 rasten die Feuerwehrleute bereits zum vierten Male Richtung Schulhof, um einen Containerbrand zu löschen. Polizeisprecher Thomas Röwekamp bestätigt auf Anfrage: „Seit 13. Juni haben wir Kenntnis von vier solchen Fälle.“ Die ermittelnden Beamten gehen von Jugendlichen als Täter aus.

Der erste Einsatz für Feuerwehr und Polizei erfolgte am 13. Juni 2018 gegen 18 Uhr. Zehn Tage später brannte erneut ein Papiercontainer, um 17.45 Uhr. Um 17.30 Uhr ging am 15. Juli ein Container mit Altpapier auf dem Schulhof in Flammen auf.

Brandstifter zünden zum vierten Mal Container auf Schulhof an

Der ausgebrannte Container am Tag danach. © Jörg Heckenkamp

Es herrschten vier Monate Ruhe. Bis die Unbekannten am Montagabend zum vierten Male zuschlugen. „Wir haben uns an den Kommunalbetrieb Werne (KBW) als zuständige Stelle gewandt, um etwas dagegen zu tun“, sagt Schulleiter Hubertus Steiner auf Anfrage.

Man solle am besten in alle Richtungen denken, sagt Steiner. So könnte er sich zum Beispiel einen abschließbaren Unterstand für die Container vorstellen. Eine komplette Sperrung des Schulhofes ist dagegen nicht praktikabel. „Schließlich müssen die Sportler zur Ballspielhalle kommen“, so Steiner.

Brandstifter zünden zum vierten Mal Container auf Schulhof an

Zum vierten Mal innerhalb eines halben Jahres musste die Feuerwehr einen brennenden Container auf dem Schulhof löschen. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Beim KBW hat man sich nach eigener Auskunft bereits Gedanken über eine Lösung für das brennende Problem gemacht. „Wir müssen dabei natürlich aufpassen, dass wir nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen“, sagt Tino Biermann. Will sagen, eine teure und aufwendige Lösung will der KBW möglichst vermeiden.

Abschließbare Papiercontainer als Lösung?

„Wir wollen mit der Firma Rethmann sprechen und denken an einen abschließbaren Papiercontainer.“ Vielleicht genüge diese Maßnahmen, um neue Zündelversuchen im Keime zu ersticken.

Doch ob das alleine reicht, scheint fraglich. Denn hinter dem Papiersammler befinden sich noch weitere Abfallbehälter. Auch die müsste man dann konsequenterweise mit Schlössern versehen.

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