Bombenentschärfung in Dortmund: Was Besucher aus Lünen beachten müssen

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Eine der größten Evakuierungen der Nachkriegszeit legt Teile Dortmunds am Wochenende lahm. Weltkriegsbomben müssen entschäft werden. Wer am Sonntag aus Lünen nach Dortmund möchte, muss einige Dinge beachten.

Lünen

, 10.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Bauprojekten in der Dortmunder Innenstadt sind Bombenbildgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden. Ob diese noch gefährlich sind wird am Sonntag, 12. Januar, nun geprüft. Mehrere Tausend Anwohner sowie Patienten der Städtischen Kliniken müssen evakuiert werden. In Lünen unterstützen vor allem das St.-Marien-Hospital und die Stadt, mit Feuerwehr und Ordnungsamt, die großangelegte Evakuierung.

Bahnstrecke Lünen - Dortmund ist auch betroffen

  • Wer dennoch am Sonntag mit dem Zug nach Dortmund fahren möchte, sollte Zeit mitbringen, denn der Dortmunder Hauptbahnhof liegt innerhalb des Evakuierungsradius. Dies führt zu einer zeitweisen Sperrung der Bahnstecke von Lünen nach Dortmund.
  • Vor Ort darf bereits ab Sonntagmorgen ab 8 Uhr der Dortmunder-Hbf durch den Haupteingang nicht mehr betreten werden. Ab dem Zeitpunkt der Entschärfung wird der Bahnhof komplett gesperrt sein.

Bombenentschärfung in Dortmund: Was Besucher aus Lünen beachten müssen

Die Bahn weist auch auf Infotafeln am Hauptbahnhof auf die Bombenentschärfung am Sonntag (12. Januar) in Dortmund hin. © Matthias Stachelhaus

  • Auch der Linienverkehr der Dortmunder Stadtbahnen bis nach Lünen ist betroffen. Wer mit der Linie U41 mit der Endhaltestelle Brambauer unterwegs ist, muss sich am Sonntag auf Änderungen einstellen. Die Linie U41 fährt am Sonntag nur noch zwischen Brambauer und der Haltestelle Dortmund Hauptbahnhof - und nicht mehr bis nach Hörde.

Patienten werden von Dortmund nach Lünen verlegt

Das St.-Marien-Hospital nimmt bis zu 30 Patienten des St.-Johannes-Hospitals aus Dortmund auf. Diese werden bereits am Samstag, 11. Januar, ab 8 Uhr nach Lünen verlegt. Für den Transport der Patienten aus dem Krankenhaus werden Patiententransportzüge gebildet. Diese bestehen aus mehreren Rettungswagen. Nach der erfolgreichenden Entschärfung der Blindgänger werden die Patienten vorraussichtlich am Montagmorgen, 13. Januar, wieder in ihr ursprüngliches Krankenhaus zurückverlegt.

Laut Auskunft der Stadt Lünen ist am St.-Marien-Hospital, insbesondere in der Altstadtstraße, am Samstag und Montag mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Einfahrt für den An- und Abtransport der Patienten sollte „zwingend freigehalten“ werden, gibt die Stadt Lünen auf Anfrage bekannt.

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Lüner Feuerwehr gerüstet und Helikopter bereit

Die Stadt geht davon aus, „dass sich das Notfallaufkommen von Patienten aus Dortmund“ am Wochenende der Evakuierung erhöht, heißt es in einer Presseerklärung. Daher ist auch der Rettungsdienst der Lüner Feuerwehr vom Kreis Unna verstärkt worden, um auf den bevorstehenden „Spitzenbedarf“ reagieren zu können, teilte der Kreis mit.

Am Wochenende werden drei zusätzliche Rettungswagen zur Verfügung stehen. Für Intensivpatienten aus Dortmund stehen über das Wochenende entsprechende Transportwagen bereit.

Um im Notfall bestmöglich reagieren und Menschen versorgen zu können, werde außerdem ein zusätzlicher Rettungshubschrauber eingesetzt, erklärt der Kreis Unna. Einer stehe am Flughafen Dortmund, ein weiterer leiste „Christoph 8“ an der Luftrettungsstation am St.-Marien-Hospital Gesellschaft.

Der Rücktransport der Dortmunder Patienten am Montagmorgen wird ebenfalls von der Feuerwehr unterstützt und begleitet.

Live-Ticker zur Bombenentschärfung

Wer an diesem Wochenende auf dem neusten Stand bleiben möchte oder weitere Informationen zur Bombenentschärfung im Dortmunder Stadtgebiet sucht, kommt hier zum Live-Ticker Dortmunder-Wochenende im Ausnahmezustand.

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