Bombenattrappe: Mann soll schnellstmöglich befragt werden

Nach dem Fund einer Bombenattrappe in einem Duisburger Einkaufszentrum ist weiter unklar, ob ein in den Niederlanden Festgenommener die verdächtige Tasche abgestellt hat. „Wir wollen, dass er schnellstmöglich ausgeliefert wird“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

07.08.2019, 10:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bombenattrappe: Mann soll schnellstmöglich befragt werden

Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/Archiv

Bis der Mann in Duisburg eintreffe, könne es aber noch einige Tage dauern. Erst dann könne man ihn befragen und herausfinden, ob er etwas mit der verdächtigen Tasche zu tun hat, die am Montagabend für einen Großeinsatz von Polizei und Sprengstoffexperten gesorgt hatte. Das Center war geräumt worden, Spezialisten des Landeskriminalamtes rückten aus und beschossen das Gepäckstück vorsorglich mit einem gezielten Wasserstrahl. Die Polizei geht davon aus, dass die Bombenattrappe absichtlich unter einer Bank platziert worden war.

Der 31-Jährige hatte mit seinem Auto von Duisburg aus die Flucht ergriffen, als die Polizei ihn bei ihrer Fahndung nach möglichen Tätern kontrollieren wollte. Eine Personenbeschreibung habe auf ihn gepasst, zudem habe der Mann sichtbar eine Schusswaffe bei sich getragen. Diese stellte sich später als Schreckschusswaffe heraus. Niederländische Polizisten hatten ihn nach einer wilden Verfolgungsjagd bis in die Nähe von Amsterdam festgenommen.

Am Dienstag hatte ein Gericht einen EU-Haftbefehl wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz - alles Delikte, die er auf der Flucht begangen habe.

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