Bombenalarm im Einkaufszentrum: Angeklagter erscheint nicht

Im Prozess um eine mutmaßliche Bombenattrappe in einem Duisburger Einkaufszentrum ist am Freitag der Angeklagte nicht zur Hauptverhandlung erschienen. Der 56-Jährige werde nun mit einem Haftbefehl gesucht, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Duisburg.

22.11.2019, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bombenalarm im Einkaufszentrum: Angeklagter erscheint nicht

Die Frontfassade des Einkaufszentrums FORUM in Duisburg ist zu sehen. Foto: Christoph Reichwein/dpa/Archivbild

Laut Anklage soll der Mann am 5. August bewusst eine Tasche unter einer Sitzbank im Einkaufszentrum „Forum Duisburg“ in der Duisburger Innenstadt platziert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, eine drohende Sprengstoffexplosion vorgetäuscht und damit den öffentlichen Frieden gestört zu haben.

Die herrenlose Tasche fiel auf und wurde entdeckt. Polizisten räumten das Zentrum aus Sicherheitsgründen. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes zerstörten die Tasche mit Hilfe eines Roboters mit einer gezielten Wasserfontäne. In der Tasche war jedoch keine Sprengvorrichtung. Sie enthielt Kabel, eine Spielekonsole und einen Zigarettenanzünder-Anschluss.

Der Angeklagte sei ohne festen Wohnsitz, sagte der Sprecher weiter. Werde er festgenommen, bleibe er bis zu einem dann erst festzulegenden Hauptverhandlungstermin in Haft. Ein ursprünglicher Haftbefehl war bereits vor Längerem aufgehoben worden, weil nach Ansicht des Haftrichters kein dringender Tatverdacht bestand.

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