Schlussbilanz Sturmtief Sabine: Schwerwiegendster Einsatz in der zweiten Sturmnacht in Werne

dzOrkan-Bilanz

Mehrere Tage hielt Sturmtief Sabine die Kleinstadt Werne in Atem. Der schwerwiegendste Einsatz für die Feuerwehr Werne ereignete sich in der zweiten Sturmnacht. Zwei Verletzte sind zu beklagen.

Werne

, 11.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am späten Sonntagvormittag, 9. Februar 2020, nahm die Windgeschwindigkeit in Werne allmählich zu. Erste Böen fegten über die Kleinstadt. Das schon seit Donnerstag angekündigte Sturmtief Sabine war in Werne angekommen. Den folgenreichsten Einsatz für die Feuerwehr Werne gab‘s allerdings in der zweiten Sturmnacht, von Montag auf Dienstag, 10. auf 11. Februar.

Am Montagabend gegen 20 Uhr war eine dicke Buche auf die Varnhöveler Straße , Nähe der Stadtgrenze zu Cappenberg, gestürzt. Zu der Zeit befuhr ein 41-jähriger Lüner mit seinem Pkw aus Richtung Werne kommend die Straße, als plötzlich vor der Einmündung am Sunderbach der umgestürzte Baum vor ihm auftauchte.

Trotz Vollbremsung kracht Pkw in umgestürzten Baum

Trotz einer Vollbremsung konnte er einen Zusammenprall mit dem Baum nicht mehr verhindern. Beide Front-Airbags lösten aus, der Fahrer verletzte sich leicht. Er kam ins Krankenhaus. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 7000 Euro.

Bei dem anschließenden Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Werne zog sich eine Feuerwehrfrau leichte Verletzungen zu. „Sie verletzte sich beim Verladen von Material“, sagt Feuerwehrsprecher Dr. Bodo Bernsdorf auf Anfrage der Redaktion. Die Retterin kam vorsorglich ins Krankenhaus und wurde geröntgt. „Es ist aber nichts weiter passiert, sie musste nicht im Krankenhaus bleiben und es geht ihr gut“, sagt Bernsdorf.

Die Feuerwehr hatte seit dem Wochenende zahlreiche sturmbedingte Einsätze zu bewältigen. Meist waren es Bäume, die im Außenbereich umgestürzt waren und Straßen versperrten oder Telefonleitungen beschädigten. In Stockum gab es am Montag zwei Einsätze, bei denen jeweils umgestürzte Bäume für Schäden sorgten: einmal am Hotel Stockumer Hof, einmal an einem Privathaus an der Boymerstraße.

Doch in der Nacht zu Dienstag schwächte sich Sabine allmählich ab. „Der letzte sturmbedingte Einsatz war die große, umgestürzte Buche an der Varnhöveler Straße am Montagabend“, sagt Feuerwehr-Sprecher Bodo Bernsdorf.

Insgesamt verlief der Orkan Sabine vergleichsweise glimpflich in unserer Region. Das bestätigt auch Förster Marco Adamek auf Anfrage der Redaktion: „Es ist kein Vergleich zu den Schäden, die etwa Kyrill oder Friederike verursacht haben.“ In Werne habe es keine flächendeckenden Schäden in Wäldern gegeben, „nur vereinzelt sind Bäume gefallen oder Kronen abgebrochen“, sagt Adamek.

Demzufolge müssten dieses Mal auch keine Waldbereiche für Passanten gesperrt werden.

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